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Beim Anziehen kam mir das Innere des Stie-fels 8 sehr bekannt vor - es schaut optisch und von der Materialwahl identisch aus wie bei meinem Lowa - worauf sich dies begründet weiß ich nicht, aber da es sich bewährt hat, bin ich optimistisch. In den Stiefel geschlüpft eine weitere positive Überraschung - er passt wie angegossen! Zu-vor hat man mir Schauermärchen erzählt, dass wenn Du einen Lowa Fuß hast, einem die Han-wag nicht zusagen würden. Die hat sich schon mal nicht bewahrheitet, wo-bei ich bislang lediglich mit Meindl ein kleine-res Passproblem hatte und mir z.B. auch die Haix-Form gut liegt. Jetzt geht es aber um die Schnürung. Auch hier gibt es nur Gutes zu berichten! Die Ösen sind durchdacht und haben keine scharfen Kanten, welche mit der Zeit die Schnürsenkel abnutzen bis diese irgendwann mal reißen. Vorsprung Hanwag - hier hinken meine Lowas hinterher, denn bei denen muss ich ca. alle neun Monate neue Schnürsenkel kaufen. Die Stiefel sitzen nun stabil an meinen Füßen und es wird Zeit die ersten Schritte zu machen. Erneut die Überraschung - der Stiefel ist direkt zu Anfang wenn er noch nagelneu ist nicht so starr wie vergleichbare Modelle anderer Her-steller. Somit bin ich ausgerüstet für die kommenden Monate des Tests und gespannt wie sich der Stiefel entwickelt und im Dauereinsatz be-währt. Ich werde ihn in alltäglichen Situationen eben-so tragen wie bei Wanderungen usw. Es geht also um die Allroundfähigkeiten des Hanwag Alaska GTX. Als echter deutscher Highlander bietet mir die Schwäbische Alb das optimale Testfeld. Ge-tragen wurde der Stiefel von Mitte Dezember 2013 bis Mitte März 2014 - anhand des ver-rückten Wetters auf der Alb somit im Schnee und im Frühling. Bevor ich überhaupt auf die Idee komme über Stock und Stein mit einem neuen Stiefel zu ge-hen, muss er erst einmal eingelaufen werden. Der Alaska GTX benötigt dafür nicht viel Zeit, das Leder hat sich an die Fußanatomie binnen einer Woche Alltag angepasst und die Sohle verliert die anfängliche Starrheit nach ca. 1,5 Wochen. Wenn wir aber schon bei der Sohle sind, auch hier kommt sie einem bekannt vor, denn es ist die bewährte Vibram „Fuora“ Soh-le, die viele Hersteller nutzen. In unserem Fall sogar mit identischem Profil, wie mein gelieb-ter Lowa CB GTX - besser geht es nicht! Was mir schon direkt zu Anfang des Tests auffiel, ist der Tragekomfort. Dieser ist sehr gut und man fühlt sich in dem Stiefel sicher. Insgesamt ist er nicht so hoch wie der Lowa CB GTX, doch mindert es mein passives Si-cherheitsgefühl keineswegs. Was ich schnell zu schätzen lernte, war das niedrige Gewicht des Hanwag Alaska GTX - er fühlt sich nicht so massiv an, jedoch ohne Abstriche in irgend einer Form. Die Gummilippe über die Front des Stiefels war jedoch etwas ganz Neues für mich. Zuerst hatte ich die Befürchtung, dass ich mit meinen 46ern in der Pedalerie des Autos hängen blei-ben könnte, doch auch diese Befürchtungen waren unbegründet. Schon nach einem Monat Alltagstest kamen mir Gedanken wie: „Es kann doch nicht sein, dass der Hanwag Stiefel meinen Lowas in al-len Bereichen ebenbürtig oder gar überlegen ist?“. Ich ging gezielt auf die Suche nach Mängeln, doch ich fand weiterhin nichts, was den Alas-ka in irgend einem Punkt schlechter macht als den bisherigen Spitzenreiter von Lowa. Der Test ist allerdings noch nicht zu Ende und es stehen noch zwei Monate Kälte, Matsch und Berge bevor. Interessant würde es werden, wenn das Nu-buk- Leder diesen unterschiedlichen Witte-rungsbedingungen ausgesetzt würde. Der Schnee rieselte herab und unser Bürohund wollte mindestens zweimal täglich raus.


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