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viert werden), die USAID-Agentur und eine UNO-Niederlassung in den Städten - sowie in den Dörfern Moscheen und Rathäuser. Es gab auch ruhige sowie unruhige Demons-trationen, Beerdigungen, Autounfälle, mehrere Restaurants, ein funktionierender Golfplatz, Mäusewettkämpfe und ein Kino. All dies trug zu einer hochwertigen Atmosphäre bei. Ebenso gab es eine funktionierende, lokale Selbstverwaltung mit einem Provinzgouver-neur. Die Dorfbewohner führten untereinander einen regen Handel, es wurden mehrere Ba-sare und Geschäfte betrieben. In Herat könn-te manch eine vietnamesischer Markthändler grün und gelb vor Neid werden. Die letzte Operation Protector war auch für tschechische Verhältnisse und der Zahl der Teilnehmer einzigartig und wurde zu einem der größten Events. Insgesamt nahmen an ihr mehr als 500 ISAF-Soldaten, 100 ANP Polizis-ten und 700 Zivilisten teil! Im Jahre 2014 wird das ISAF-Mandat für den Einsatz in Afghanistan enden. Die internati-onalen ISAF Truppen werden mit der loka-len Selbstverwaltung die Aufbautätigkeit und gleichzeitig die Angriffe gegen Aufständische beenden. Die neue Aufgabe ist es, das Land in fähige Hände zu übergeben - in Hände, die in der Lage sind die Sicherheit im Gebiet zu erhal-ten und die Einhaltung des Rechtes und der Gesetzte der legitimen Regierung im Land zu ermöglichen. Im Frühjahr ist die Operation Lizzard geplant, deren Ziel es ist, das Land für eine große Friedensoperation vor dem Abmarsch der ISAF-Truppen in diesem Jahr vorzubereiten. Während der Operation Lizzard werden alle al-liierten und afghanischen Truppen eingesetzt, sowie aus einigen beteiligten NATO-Ländern kurzfristig auch Verstärkungen herangezogen werden. Alles zielt auf eine entscheidende Konfronta-tion ab, der eine umfangreiche und lange ge-plante Hilfe der örtlichen Bevölkerung folgen wird. Das Oberkommando über diese multinationale Operation fällt unter das Mandat der amerika-nischen Marineinfanterie. In diesem Jahr treffen wir uns in der fiktiven afghanischen Provinz Zabul wieder und wer-den uns bemühen, das Niveau erneut etwas zu erhöhen. Dem Gestaltungstrieb der Teilnehmer werden im Rahmen der Regeln keine Grenzen gesetzt und schon jetzt wissen wir, dass wir uns auf ein tolles Spiel freuen können. Was ist zum Schluss zu sagen? Einige warten bestimmt auf die Antwort aus der Einleitung des Artikels - was ist eigentlich die Protektor? Die Antwort ist unkompliziert, sie ist das, was die Teilnehmer daraus machen und neben dem großen Aufwand der Orga selbst noch mit einbringen! Es geht um die Freiheit des Handelns, die Möglichkeit selbst zu bestimmen was man sein möchte. Man kann ein Soldat, ein Polizist, ein Bürger-meister, ein Händler, ein Aufständischer, ein Bandit usw. sein - je nach eigener Vorliebe. Wenn ich als Mitplaner und Teilnehmer der Protector mir eine kurze Beschreibung in ei-nem Satz einfallen lassen müsste, dann wäre es mit Sicherheit: „Wenn Airsoft-Träume zur Realität werden“. 62


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