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59 Auf die einfache Frage, was die Protector ist, gibt es viele leichte Antworten und gleichzeitig auch eine komplizierte. Im Interesse der Übersichtlichkeit erlaube ich mir mit diesen einfachen Punkten zu begin-nen und euch kurze Hintergrundinformationen dazu zu liefern – Die Protector ist ein Airsoft- Event, das in sich Elemente einer Militärsimu-lation und eines Liverollenspiels (LARP) ver-bindet. Es spielt sich in der fiktiven afghanischen Pro-vinz Zabul ab und handelt in der Gegenwart. Auf der Veranstaltung treffen sich afghanische Einheimische, ISAF Soldaten, die afghanische Polizei, Aufständische, verschiedene Geheim-dienste und andere Interessengruppen und Elemente. Die Protector ist so, wie sie die Teilnehmer gestalten. Sie ist offen – im Hinblick auf Ort, Zeit und Situation. Jeder Teilnehmer hat die freie Wahl, wie er sich im Rahmen der Regeln verhält um für sich selbst und den Mitspielern eine möglichst interessante Spielatmosphäre zu schaffen. Lasst und einen kurzen Blick auf die Entste-hungsgeschichte und die Entwicklung der Pro-tector werfen. Im Jahr 2003 herrscht an den Grenzen der südamerikanischen Staaten Venezuela und Kolumbien ein unerbitterlicher Kampf zwischen den Drogenkartellen auf der einen Seite und der kolumbianischen Armee und den amerika-nischen Special Forces auf der anderen Seite. Gut ausgerüstete und organisierte Drogenkar-telle schmuggelten Kokain-Sendungen über die schlecht überwachten und unübersichtli-chen Grenzen, mit denen sie anschließend lu-krativ den nordamerikanischen Markt versorg-ten. Die amerikanische und kolumbianische Regierung starteten gemeinsam die Operation Protector. Die erste Protector-Operation war seinerzeit ein außergewöhnlicher Einsatz – sowohl in der gesamten Konzeption (Militärsimulation) als auch mit seinen einzelnen Grundlagen. Das Event lief ununterbrochen und ohne eine Off-zone von Freitagabend bis Sonntagmittag. Gleichzeitig wurde sie auf keine Weise gesteu-ert – die Grundregeln waren vorgegeben, die weiteren Ereignisse verliefen je nach der aktu-ellen Entwicklung der Situation und Aktivitäten der einzelnen Seiten. Die meisten Truppen nahmen mit nur einem Leben an der gesamten Aktion teil. Der Konflikt zwischen den Kartellen endete für bei-de Seiten erfolgreich – der Wolf hat sich satt gefressen und die Ziege ist ganz ge-blieben. Weitere Protector-Jahrgänge (II,III,IV,V) be-hielten die ursprünglichen Regeln fast ohne Änderungen bei. Die Teilnehmerzahl steigerte sich, die techni-sche Ausrüstung, die Größe und Qualität der Kartellstützpunkte und die Bereitschaft und Organisation der Einheiten ebenso. In das Szenario und das Geschehen wurden immer mehr LARP-Elemente eingebunden.


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