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7 Selbst die Lauflänge und der Lauf an sich sind identisch. Wie also das G28 einführen und das MR308 für die Sportschützen erhalten? Naja, das Rohr des MR308 hat von Anfang an hinter dem Mündungsfeuerdämpfer einen kleinen eingedrehten Ring ca. 0,5mm tief und 2mm breit. Das muss erst einmal für den Un-terschied das Rohr betreffend reichen. Größter Unterschied ist jedoch, dass das G28 statt einem aus Alu gefertigten Oberen-Ge-häusedeckel einen aus Stahl hat. Die genau-en Details der sonstigen Unterschiede bleiben uns aber ein Geheimnis. Kurzum, eigentlich kann man aus jedem MR308 in Wirkung, Prä-zision und Aussehen ein G28 bauen. Das Projekt Wie schon das alte G3ZF zuvor, sorgte das G28 unter Sportschützen für viel Interesse. Hinzu kamen hunderte Airsoftspieler, welche sich nach einem G28 sehnen. Uns erging es da nicht anders. Wir wollten ein G28 und fingen an nach sämtlichen un-terschiedlichen Baugruppen zu suchen. Viele Teile sind Neufertigungen von HK, andere hin-gegen kommen von namhaften Firmen. Als wir hier alles zusammen hatten, überleg-ten wir uns eine Basis für das G28. Aktuell ist das MR308 Sportgewehr als neue A1 Variante auf dem Markt. Diese entstand jedoch nach dem Entschluss ein G28 für die Bundeswehr zu fertigen. Für uns bedeutet dies, dass wir nicht wissen welche Änderungen HK für das Sportgewehr vornahm und in wie fern man den technischen Abstand zum G28 vergrößerte be-züglich dem Lauf und der Mechanik. Für uns war also klar, dass wir näher daran sind, wenn wir ein Gewehr aus dem ersten Fertigungslos der MR308 beschaffen. Somit besorgten wir uns eines der ersten 250 MR308 des ersten Bauloses - mit wenig Kilo-metern. Die Züge und Felder des Laufs sind messerscharf, man schoss nur mit Matchmuni-tion und auch sonst war es wie neu. Die Basis für das Großkalibergewehr war vorhanden. Jetzt überlegten wir uns natürlich als Airsoft-magazin noch eine AS G28 aufzubauen. Das identische Vorgehen machten wir beim voran-gegangenen MR223A1 „Keiler“ Projekt. Das Problem bei diesem Projekt ist allerdings die Frage nach dem Sinn. Ein MR308 Großka-libergewehr auf ein G28 umzubauen ist schon an der Grenze des Wahnsinns, denn wir reden hier vom Überschreiten der 10.000 €uro Marke für ein Gewehr das in seiner Basisausführung knapp 3.000 €uro kostet. Bei einer Airsoft wäre diese Diskrepanz noch größer und letztlich völ-lig unsinnig, wenn man bedenkt, dass später ein 3.000 €uro ZF auf einer 500 €uro Airsoft-waffe wäre - von den sonstigen Anbauteilen ganz zu schweigen. Im Gegensatz zum Keiler existieren auch kei-ne Airsoft-Anbauteile. Beim Keiler hatten wir den Vorteil, dass wir für die Großkaliberwaf-fe Originalteile nehmen konnten und für die Airsoft die günstigeren Airsoftteile. Für Spieler, welche sich somit „den Großen Keiler“ nachbauen möchten kein Problem und finanziell auch noch umsetzbar. Beim G28 gel-ten andere Gesetze und außer dem Zweibein existiert von keinem Bauteil ein günstigerer Chinaklon. Da wir jedoch eh alle Teile für das Großkali-berprojekt besorgen und diese auch an eine Airsoft passen - legen wir auch hier los. Nun ging es darum die Projektpartner zu fin-den. Direkt wieder dabei und mit der Projekt-leitung behaftet ist German GunWorks. Es ist somit schon einmal gesichert, dass etwas sehr Gutes daraus hervorgehen wird. Weiter ging die Überlegung bzgl. der Lackie-rung. Hier wollten wir eine haltbare Lackierung in den Originalfarben, welche mindestens die Haltbarkeit und den Korrosionsschutz des Ori-ginals aufweist. Wir fanden sogar besseres in Form von „Cerakote“ einem Keramiklack des führenden Herstellers für Waffenbeschichtun-gen in den USA. Nach unserer Anfrage wurde der Deutschland-vertrieb (Pulverbeschichtung Nord GmbH) in-formiert und wollte ebenfalls direkt mit in das Projekt. Mehr zu unserer Begeisterung über Cerakote in einem späteren Bericht - ihr wer-det erstaunt sein. Bei Gedanken bzgl. der Mechanik der Waffe stießen wir jedoch auf ein weiteres Problem. Das Abzugsgewicht ist nach unserem Ge-schmack viel zu hoch für ein Präzisionsge-


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