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Kommen wir aber zu interessanteren Eigen-schaften. Bei unseren Tests benötigte das Ge-rät beim Erststart im Durchschnitt 37 Sekun-den um genügend Satelliten aufzuschalten, damit es eine präzise Ortsbestimmung zulässt. Diese kurze Zeit ist der Hot-Fix Funktion zu verdanken. Auch die Ortsbestimmung ist durch den verbauten WAAS/EGNOS Empfänger ak-kurater als es ein Smartphone kann. Hierbei bezieht der Empfänger zusätzliche Korrektur-signale 63 um seine Präzision zu erhöhen. Bei unseren Tests mittels einer UTM Karte zeichnete das Gerät derart präzise unsere Position auf, dass wir keine Angaben zu Ab-weichungen machen können. Das Problem ist allerdings, dass Garmin diese Daten ebenfalls nicht rausrückt. Kommen wir aber zu einem nervigen Punkt. Möchte man mittels den vier Funktionsknöp-fen irgend etwas im Gerät verstellen, geht dies so lange gut, bis man an den Punkt kommt, an dem man z.B. einen Wegpunkt benennen muss. Durch die Größe des Geräts war es nicht mög-lich eine Tastatur zu verbauen und ein Touch-screen würde auch keinen Sinn machen. Also muss man sich für jeden benötigten Buchsta-ben durch das Alphabet klicken. Für uns wichtig sind aber ein paar Funktionen, welche das Gerät kann. Neben der Anzeige der Position, Höhe, Geschwindigkeit und des auch ohne Signal funktionierenden digitalen Kompass sind ein paar Gimmicks vorhanden, die gefallen. Angefangen mit dem Sonnenauf- und Unter-gang oder dem Mondkalender hat man sinn-volle Tools. Egal wo man gerade auch ist, man kann sofort herausfinden, wann die Sonne auf oder untergehen wird in Vorbereitung auf z.B. einen Angriff - oder ob man bei Nacht mit Voll-mond rechnen muss oder diese stock dunkel wird. Auch Freifaller haben mit dem Gerät ihren Spaß, denn es hat eine HALO/HAHO Funktion verbaut mit allen Spielereien wie z.B. der Berechnung des Gleitverhältnisses. Auch wenn man als Normalo zu Fuß unter-wegs ist, sind einige Funktionen hilfreich. Ist ein Wegpunkt gesetzt, berechnet das Gerät anhand der bereits zurückgelegten Strecke die Dauer bis zur Ankunft. Auch übliche Stan-dardfunktionen, wie Entfernung zum nächsten Wegpunkt, dem Ziel etc. sind selbstverständ-lich vorhanden. An den Laptop angeschlossen wird es zu einer GPS Maus und eröffnet ebenfalls neue Wege der Navigation mit digitalen Karten. In das Gehäuse hat man zudem einen kleinen Transmitter verbaut, welcher die drahtlose Übermittlung von z.B. Wegpunkten und Rou-ten auf andere Geräte ermöglicht. Eine tolle Eigenschaft, wenn man im Gruppenrahmen alle auf einen Nenner bringen muss. Besagter Transmitter kann aber auch Herz- und Trittsensoren empfangen und so außer Dienst ein gezieltes Fitnessprogramm unter-stützen. Fazit Das Garmin Foretrex 401 ist definitiv sein Geld wert und für Soldaten wie Airsoftspieler, die gerne mal Groß-OPs besuchen zu empfehlen. Der Funktionsumfang der Software ist spitze, die Funktionalität sehr gut und das Gewicht überhaupt kein Problem. Zusammengefasst lässt das Gerät keine Wünsche übrig und ist die knapp 200€ Anschaffungspreis jeden Cent wert. Da das Gerät bereits einige Monate auf dem Markt ist, lohnt sich aber auch das Stö-bern in Onlineshops - hier kann man Neugerä-te deutlich günstiger als den EVP finden.


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