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61 Man muss hier aber dazu sagen, dass wir beim Test bestes Sommerwetter hatten und ein Cooldown bei niedrigeren Temperaturen durchaus vorkommen kann. Die springende Leistung wirkt sich aber auch leider auf die Präzision aus. Die Stechkin ist somit ganz klar für den Nahbereich gedacht, aber alles über 15 Meter sollte man damit nicht unter Feuer nehmen wollen. Schusstest Tokarew Nehmen wir es vorweg, der Test mit der To-karew fällt leider schlechter aus. Auffällig war sofort, dass die Waffe mechanisch unausge-reift ist, denn sie frisst förmlich die CO2 Kap-seln. Im Gegensatz zur Stechkin hat sie ein 14 Schuss-Magazin, doch sie schaffte mit einer Kapsel auch nicht mehr als dieses. Der repetierende Schlitten scheint ein Großteil des Gases zu verbrauchen, denn in Schus-senergie wandelt sie das Gas sicherlich nicht um. Die Stärke bei 0,2g BBs liegt gerade mal bei 1,1 Joule, was für eine CO2 Pistole recht wenig ist. Auch die Lautstärke ist deutlich weniger als bei der Stechkin. Schade, durch diese Punkte und auch der zuvor beschriebenen Verarbeitung können wir keine Empfehlung aussprechen. Schusstest Makarow Jetzt werden einige Leser sagen: „Zwei zu-sammengeschraubte Hälften, kein Schlitten – kann ja nicht sein“! Sind wir ehrlich, so dach-ten wir uns das auch... aber! Die Pistole macht unglaublicherweise richtig Spaß. Die Kleinste der drei Prüflinge fasst 14 BBs wie die Tokarew, verschwendet aber kein CO2 mit einem viel zu schweren Schlitten. Die bringt der Pistole 2,02 Joule im durchschnitt bei kon-stanter Schussleistung und einem sehr niedri-gen CO2 Verbrauch. Die Makarow bringt es bei guten Außentem-peraturen auf vier Magazine mit einer Kapsel, was spitze ist. Das Handling ist durch die kleinen Abmessun-gen ebenso klasse wie die nahezu nicht vor-handene Störanfälligkeit. Der Cooldown-Effekt existiert nicht und man kann bei warmen Außentemperaturen so viel triggern wie man möchte, die Kapsel lächelt dabei nur müde. Die größte Überraschung war aber die Laut-stärke. Die Makarow toppt den ohnehin schon lauten Knall der Stechkin und ist näher an ei-nem Kleinkaliber-Gewehr als an einer Airsoft dran. Fazit der Pistolen Alle drei Waffen sind etwas anders, als das was wir sonst so testen. Für Reenactoren und Sammler fallen sie anhand der Funktionalität, Markings und Bauart aus dem Rennen. Sie sind einfach zu weit weg vom Original. Für Spieler wird es aber anhand der Stärke auch problematisch. Entweder sind sie zu stark oder die Schussleistung schwankt gefährlich. Preis und Leistung sind die nächste Frage, die aufkommt. Betrachtet man die Verarbei-tung und das, was die Pistolen können, ist der Kaufpreis im Vergleich mit anderen Herstellern viel zu hoch. Hier bekommt man für das gleiche Geld deut-lich Hochwertigeres. Somit ist unter dem Strich nur noch die Makarow im Rennen, welche ein-fach nur Spaß macht. Dieser Spaß kostet allerdings 89,00 Euro und auch hier kennen wir niemanden, welcher für Spaß ohne höhere Qualität oder Funktionalität bereit wäre diesen Preis zu zahlen. Die Rea-lität der Marktwirtschaft ist hart für das Unter-nehmen Gletcher, aber wir können für alle drei Waffen keine Empfehlung aussprechen. Man gab sich bei dem Hersteller viel Mühe groß zu wirken und halbherziges zu verste-cken, es reichte aber nicht.


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