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35 tes, Du musst dich leider noch etwas gedul-den bis Du an der Reihe bist!“. Diese Aussage reichte wohl nicht, denn jetzt legte er richtig los mit herumbrüllen und blockierte durch seinen von vielen belächelten Tobsuchtsanfall sogar die Abläufe. Gunny ignorierte ihn ebenfalls, doch als er nach zwei Minuten immer noch herumbrüllte und Gunny direkt beleidigte wurde dem ein Ende gesetzt. Es war der Zeitpunkt als ein 1,95m großer Ex-Fallschirmjäger mit 120kg Kampfgewicht vor dem 1,90m großen Proleten mit vielleicht 80kg standen. Ohne dass Gunny irgend etwas machte außer sich vor ihn hin zu stellen, ging er plötzlich ei-nen Schritt zurück, seine Hände wechselten in eine Abwehrhaltung und fingen vor lauter Adrenalin leicht an zu zittern. Was folgte war Bass von Gunnys nicht ganz so dezenter Auf-forderung endlich die Ruhe zu bewahren, die Abläufe nicht zu stören und sich auszuweisen, damit man weiß wer er ist. Die Reaktion auf diesen filmreifen Anschiss waren tränen unterwanderte Augen, noch stär-keres Zittern, noch mehr Abstand aber leider kein ruhiger werden. Der Kerl brüllte einfach zurück, er müsse sich nicht ausweisen, das müsse er nur vor der Polizei und sonst nie-mandem, beleidigte vor Gunny die Crew (Oh oh) und wollte weiterhin Krawall machen. Gunny hingegen wurde ruhiger, erklärte sach-lich, dass er das Hausrecht hat, das Verhal-ten nicht zu dulden sei und wenn er sich nicht ausweisen könne ob er überhaupt das Recht hat sich auf dem Gelände aufzuhalten, er vom Gelände verwiesen würde. Der Chaot entgeg-nete nur brüllend... „Das kannst Du garnicht, das darf nur die Polizei – ich kenne mich in CZ aus... Weißt du wie viele gehen wenn ich gehe? Bla bla bla....“ Lirum larum Löffelstiel... Gunny sprach ihm nach einigen weiteren Provokationen den Platzverweis aus und fragt ihn ob er alleine das Gelände verlassen wolle und sich solange benimmt oder ob er ihm „helfen“ solle? Zwei seiner Teamkollegen wussten nicht so ganz ob sie über das idiotische Verhalten ihres Ka-meraden fluchen sollen oder solidarisch in den sauren Apfel beißen und mitgehen. Auf jeden Fall verließ er weiterbrüllend das Zelt und ward darauf nie wieder gesehen. Kaum war dieses kurze Schauspiel vor-bei, stürmte Dieter vom BW-Laden Kno-belbecher in Gunnys Zelt und meinte nur: „Der Typ da gerade, braucht dringend nen Kaffee, weist du was der vor unserem Zelt abgezogen hat?“ Alle lächelten und melde-ten Dieter das Problem als behoben. Danach ließ es sich wieder gut arbeiten, denn obwohl er das Gegenteil bewirken wollte, baute der Kerl viel Stress bei der Orga ab, welche über sein Verhalten noch Tage später schmunzelte. Gegen 1:00 Uhr morgens waren alle Spieler gechront und eingechekt. Während alle Orgas ins Bett geschickt wur-den, holte Gunny die ganze Nacht über ver-lorene Zeit auf, erstellte aktuelle Spielerlisten, aktualisierte die Briefings für den Folgetag und kümmerte sich um alle Details für den Morgen. Auch wurden gleich die entstandenen Proble-me von ihm notiert, damit man bei etwaigen Folgeevents das System verbessern kann. Für alle, die es interessiert – Ein Anreisetag funktioniert nicht, Spielerausweise und Aus-weiskontrollen sollte man optimalerweise schon im Vorfeld der OP fertig machen und egal wie oft man es sagt, Spieler bauen ihre Waffen erst direkt vor dem Chronostand zu-sammen, was sehr viel Zeit kostet. Auch braucht man mehr als drei Chronis, wenn alle auf einmal kommen. Einziger Vor-teil war die Tatsache, dass der Check-In Tag für beide Spielparteien im URF Camp lag, denn sonst hätte man (trotz viel Kritik an die-ser Übergangslager-Regelung) kein Land ge-sehen. Ok, man muss dazu sagen, dass aus nicht verständlichen Gründen die Airsoftspie-ler sich lieber in eine lange Schlange einreihen und anstehen, statt zu warten bis die Schlange kürzer wird und sich solange mit etwas Sinn-vollerem beschäftigen – aber ist halt so.


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