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Nach weit über drei Jahren Abwesenheit von der europäischen Eventbühne, kam es vom 17. bis zum 19. Mai diesen Jahres zu einer Fortsetzung der Golden Horizon (GoHo) Serie. Wie kam es dazu? Nach unseren letzten Events in Tschechien und damit verknüpften, sehr schlechten Erfah-rungen 32 mit Kooperationspartnern, zogen wir uns vollständig aus dem öffentlichen Veran-staltungsbusiness zurück. Was wir realisierten waren kleine, inoffizielle Veranstaltungen mit ausgewählten Teams und Spielern. Dies hatte für uns den Vorteil, dass wir in einem kleine-ren, professionellerem Kreis viel mehr realisie-ren konnten. Egal ob es Fallschirmabsprünge am Mittelmeer, Landungsboote in der Bran-dung oder Angriffe auf große, alte Bunkerstel-lungen waren – alles funktionierte wunderbar, organisatorisch kaum Stress und alle Teilneh-mer waren verlässlich, kannten die Regeln und bestanden meist aus ehemaligen Militärs. Nun, das klingt gut und ist es auch – aber dabei ließen wir leider unsere Leser außen vor und es gab auch nicht die Möglichkeit in diese pri-vate Gruppe rein zu kommen. Die letzten drei Jahre erhielten wir alle paar Wochen Anfragen von Spielern mit dem Inhalt „Wann gibt es ei-gentlich wieder eine GoHo?“. Auch die Masse an Anfragen auf von uns besuchten Events war erheblich und so kam es dazu, dass es vor etwa einem Jahr wieder anfing unter den Fingern zu kribbeln. Wir standen nun vor dem Problem, dass für ein solches Event nur wenig Länder in Frage kamen. In Deutschland ging es nicht, da wir sonst viele Freunde aus Österreich und der Schweiz ab-schreiben hätten müssen. Die Schweiz, Ös-terreich, Frankreich, Dänemark und Benelux haben eine zu hohe Preisstruktur. Blieb also nur Polen und Tschechien. Nun, zu den Polen haben wir kaum Kontakte und mit den Tschechen hatten wir schlechte Erfahrungen gesammelt und den Eindruck man hätte es nur mit Ferengis aus dem Star Trek Universum zu tun. Wie es der Zufall wollte, schrieben uns aber die Jungs von Airsoftwars.cz an, wir kamen ins Gespräch und trotz unserer sehr zögerlichen Haltung, merkten wir schnell, dass wir hier eine professionelle Klasse an Kooperations-partnern vor uns hatten. Es konnte mit etwas Überzeugungsarbeit an Gunny und der Zusa-ge eines starken Mitveranstalters wie den Re-con- EEs also mal wieder losgehen! Die Vorabplanung lief gut, wie immer versuch-ten wir Teilnehmer, welche das Spiel gefähr-den würden im Vorfeld abzuschrecken, aber die Details kennt Ihr ja schon aus dem Vorbe-richt in der Ausgabe 26. Am Dienstag vor dem Event ging es für uns schon richtig los. Das Material wurde zum aller letzten mal kontrolliert, alle Unterlagen und das halbe Büro verpackt, so dass man am nächs-ten Tag alles für den Marsch verladen konnte. Früh morgens ging es dann los. Unser großer Ex-BW Lkw fuhr vor, die Ladefläche wurde he-runtergeklappt und ca. drei Tonnen Zuladung wanderten wie bei Tetris auf die Ladefläche. Bislang spielte das Wetter mit und über die-sen Umstand waren wir ganz glücklich. Als wir dann am Nachmittag unsere Fahrzeuge in Marsch setzen, hieß es nur noch die 700 km Strecke hinter sich zu bringen. Vor Nürnberg war uns der Wettergott jedoch nicht wohlgesonnen – über eine halbe Stunde stärkster Hagel prasselte auf unsere Fahrzeu-ge nieder und wir dachten uns nur – ok, lieber jetzt als auf der GoHo, denn bisher hatten wir mit dem Wetter immer Glück! Was definitiv kein Spaß machte, war die Mar-schgeschwindigkeit, welche wir wegen dem Lkw fahren mussten – mit durchschnittlich 100 km/h tuckelten wir voran. Um so toller fanden wir kleineren Staus oder tschechische Umlei-tungen mit 40 km zusätzlicher Strecke. Irgendwann um fünf Uhr morgens erreichten wir recht erschöpft das Gelände und fuhren erst einmal mehrmals an dem eingeplanten Platz des Feldlagers vorbei. Der Grund hierfür war einfach, plötzlich stand dort ein Zaun am Wegesrand, während wir noch wenige Tage zuvor mit dem Vorkommando dort einen di-rekten Übergang zu einer Wiese erwarteten... welchen wir auch suchten. Als wir schließlich das Gelände aufklärten, fuh-ren wir direkt drauf und suchten mit Taschen-lampen nach den vielen Stellungen und Grä-ben, damit unser Lkw nicht reinstürzt. Auch hier wurde einiges verändert, denn sämt-liche Gräben und Stellungen waren planiert – wir hatten eine großes, freies Feld vor uns. Die Fahrzeuge abgestellt, überlegten wir uns, was wir nun machen. Der Wind zischte uns mit Sturmböen um die Ohren, hinter uns wurde das schwarz der Nacht langsam bläulich und immer heller und im Auto schlafen wollte man eben sowe-nig, wie unter freiem Himmel bei den vielen Stechmücken. Allgemein wechselte die Stimmung auf... „Was solls, fertiger werden wir nicht mehr, also Lkw abladen, Zelt aufbauen und dann schlafen!“. So geschehen fielen wir nach dem Abladen und Aufbau der Orgazelte erst einmal in die Feldbetten, um dann festzustellen, dass wir als kälteliebende Älbler bei Temperaturen von 25°C, direktem Sonneneinfall und ständigen Angriffen der kleinen Mistviechern nicht schla-fen konnten.


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