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La Rue Tactical RISR Der texanische Hersteller La Rue hat mit sei-nem 8 innovativen RISR-System ein altes M4 Problem gelöst. RISR steht hierbei für „Re-ciprocating Inline Stock Riser“, was so viel be-deutet wie „wegschiebbare Wangenauflage“. Genau dies ist auch die spezielle Eigenschaft dieses Teils. Wer als Besitzer einer M4 versucht auf der Schulterstütze eine Wangenauflage anzubrin-gen, der hat immer das Problem, dass er die Schulterstütze so weit ausgefahren lassen muss, dass der Spannhebel der M4 noch sei-ne Funktion erfüllen kann und nicht an die Er-höhung anschlägt. La Rue hat dieses Problem gelöst, indem man die Wangenauflage einfach auf einer Schiene angebracht hat und diese über eine Feder be-weglich bleibt. Spannt man so die Waffe, geht die Wangenauflage mit dem Spannhebel mit. Führt man den Spannhebel wieder vor, wird durch die Feder im RISR die Wangenauflage automatisch wieder nach vorne geführt. Als wir das System das erste mal testeten, waren wir skeptisch wie es sich beim Schuss verhält, ob die Wangenauflage durch den be-weglichen Mechanismus „schwammig“ ist und ob alles auch wirklich so funktioniert, wie man es auf der La Rue Seite so lesen kann. Grund-lage für das RISR bildet der Magpul CTR Erstellt mit Sprühlack von ZIB-Militaria.de Stock – was also bedeutet, dass das RISR als Grundvoraussetzung nur mit einem weiteren, optionalen Zubehörteil klar kommt. Wir haben einen CTR Stock, also ran an die Montage. Diese gestaltet sich recht einfach. Zwei Me-tallschienen mit je vier Schrauben liegen bei. Besagte Schienen legt man in den CTR Stock, packt das RISR darauf und schraubt es fest. Das RISR sitzt fest und wackelfrei auf dem CTR Stock – wie angegossen! Als Nächstes montierten wir wieder den Stock an der Waffe und begannen mit ein paar Tro-ckenübungen. In der kleinsten Arretierung ist der Buttstock auf Anschlag. Als wir den Spannhebel zogen, wollten wir also wissen, ob er auch wirklich genug Platz bekam um die Waffe vollständig zu spannen. Freudigerweise war sogar noch über einen Zentimeter Tole-ranz nach oben! Als nächstes führten wir den Spannhebel wieder zurück. Direkt und ohne Verzögerung kam die Wangenauflage mit vor. Da sie die ganze Zeit an dem Spannhebel an-liegt, könnte man nun meinen, dass hierbei die Feder einen unnötig starken Gegendruck aus-übt – doch auch in diesem Bereich keine stö-renden Einflüsse. Das RISR übt nahezu keinen Gegendruck aus und die Feder ist lediglich so stark, wie für eine zuverlässige Rückführung der Wangenauflage notwendig ist. Beschrie-benes Ver-halten zeigt die verschiebbare Wan-genauflage in sämtlichen Arretierungen der Schulter-stütze. Nur wie verhält sie sich beim Schießen? Auf einer Airsoft montiert könnten wir keine sinnvollen Ergebnisse erwarten, hier würde einfach der notwendige „Bumms“ hinter dem Schuss feh-len. Also an eine MR223 gebaut und ab auf die Schießbahn. Würde sich das RISR beim Großkaliberschießen beweisen, steht erst recht dem Einsatz an einer Airsoft nichts im Wege. Beim scharfen Schuss verhält sich das RISR - wie zwischenzeitlich erwartet – ebenfalls als tauglich. Die Wange liegt sicher auf und da je-der Schütze dazu tendiert etwas Druck mit der Wange auf die Auflage zu bringen, fühlt sich das System nicht anders an, als eine fixierte Auflage. Selbst nach Schussabgabe änderte der Schussimpuls nichts an dem sicheren Sitz der Wange.


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