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Nach Afghanistan wäre also in den Augen der USA der Irak ein weiterer Rückzugsort und letztlich auch wichtiger Förderer des internationalen Terrorismus und Anschlägen auf die USA. Der Unterschied ist nur der, dass der Irak im Gegensatz zu Afgha-nistan eine Staats- und Wirtschaftsstruktur aufweist, die theoretisch Massenvernichtungswaffen hervorbringen kann. Ebenfalls gab es schon eine Vorgeschichte, welche derzeit nahezu identisch in Nordkorea abläuft. Der irakische Präsident Saddam Hussein war ein totalitärer Herrscher. Um sich seine Macht zu sichern, musste er sein Volk Tag täglich mit Erfolgsmeldungen überschütten und durfte keinen Zweifel daran lassen, dass er das Beste für das irakische Volk sei. Bedeutet, dass UN Inspektoren, welche er nach dem 2. Golfkrieg in das Land lassen musste, für ihn so eine Art Kontrollinstanz des Westens waren, welche immer wieder an seinem Image kratzten. Also sorgte Hussein dafür, dass den Inspektoren Steine in den Weg gelegt wurden wo es nur ging. Für die USA war dies natürlich der indirekte Beweis, dass der Irak etwas zu verbergen hatte und an ABC Waffen arbeiten könnte. Dass Saddam Hussein keine Scheu hatte derartige Waffen einzusetzen bewies er bereits an den Kur-den Ausrüstung Kopfbereich: Watchcap schwarz, Oakley Sonnen- brille Oberkörper: 3 Col. Desert BDU Feldbluse, US T-Shirt oliv Beinbereich: 3 Col. Desert BDU Feldhose, M42/45 Maskentasche, US Desert- boots Ribbed-Sole Waffen: Colt M16A2 15 im Nordirak – hier löschte er 1988 ohne ethi-sche Bedenken ein ganzes Dorf (Halabdscha) mit Senfgas aus – ca. 15.000 Opfer, darunter 3.000- 5.000 Tote. All diese Vorkommnisse und die nicht ableh-nende Haltung zu den Anschlägen in den USA zeichneten für die USA ihr eigenes Bild. Wie schon vor dem Zweiten Golfkrieg bedienten sich die Vereinigten Staaten erneut Bewei-sen, welche frei erfunden waren und ledig-lich die subjektiven Annahmen der Regie-rung unterstreichen sollten.


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