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gelfall, da der Sprunggefechtshelm nur für Sprungeinsätze vorgesehen war. Mit dem parallel angelaufenen ISAF Einsatz in Afghanistan änderte sich aber auch hier etwas die Marschrichtung und vereinzelt sah man ne- ben der Verwendung des Sprunggefechtshelms auch US MICH Helme – jedoch weiterhin eher selten. Spezialisierte Feldjägereinheiten trugen für Zugriffe ebenfalls den von der GSG9 bekannten Titan Helm AM95. Weil man sich bevölkerungsnah zeigen wollte, setze man aber meist auf den Verzicht des Helms und führte diesen nur mit sich. Die normale Kopfbe- deckung war die Feldmütze oder auch die gerne verwendeten Boonies. Staubige Straßen erforderten aber auch bei Oberluke-Fahrten die Nut- zung von Staubschutzbrillen. BW-Standard Staubschutzbrillen in grau waren schon Mitte der 90er durch ein schwarzes Nachfolgemodell bei- nahe gänzlich ersetzt. Später wurde trotz Vorhandenseins der IDZ Brille weiterhin für diesen Zweck gerne auf die normale Staubschutzbrille zu- rückgegriffen – sie ist einfach bequemer. Die Kommunikation der Soldaten lief vorerst über vorhandenes Material ab wie das SEM52 Funkgerät. Als man immer mehr Probleme bzgl. der Reichweite und Eigenschaften hatte, besorgte man aber auch zivil erhält- liche Produkte wie z.B. das Motorola GP360 oder GP380 und stellte es den Soldaten zur Verfügung. Allgemeines Die Bundeswehr kann man zur Anfangszeit des Konflikts noch problem- los reenacten, ab 2000 wird es aber ein bunter Flickenteppich aus Ein- heiten die mit neuestem Material, welche mit Mischungen aus alt bis neu und manchen, die ganz alt ausgestattet waren. Es gibt keine Möglichkeit eine einheitliche Ausrüstung zu finden, welche über die Ausstattung einer bestimmten Kompanie zu einer bestimmten Zeit hinaus kommt. Durch das damalige Vorhandensein der Wehrpflicht trifft man (wie zu- vor schon angeschnitten) als Reenactor immer wieder auf hunderte Menschen, die damals dienten und das was bei ihnen galt als bare Münze nehmen und einem bei Nichteinhaltung zum Vorwurf machen. Legt man sich jedoch auf ein bestimmtes Jahr fest und prüft nach ob es einen bestimmten Ausrüstungsgegenstand damals schon gab, kann man kaum etwas falsch machen. Selbst die 30€ Billigwesten mit Flecktarnfalschfarben sah man im Einsatz – hierbei sollte man dann aber eher einen Versorger statt einen Fallschirmjäger reenacten wollen. Alles in allem bekommt man BW Material das man für eine sol- che Darstellung verwenden kann recht günstig. Vor allem für Reenactment Einsteiger ist dieses Thema besonders zu emp- fehlen, denn mit dem einmal gekauften Material kann man recht breit verschiedene Einheiten darstellen. (VL) Kopfbereich: BW Gefechtshelm; LUCIE Helmhalterung Oberkörper: 5FT Nässeschutzjacke von Wintex; BW Koppeltragesystem mit 4x G36 Einzelmagazintaschen; BW Handschuhe Beinbereich: 5FT KSK Feldhose; Haix P9 Stiefel Bewaffnung: HK G36a; Kampfmesser 2000


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