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2002 auch gerne die Verwendung des Meindl Desert Fox oder Haix P6. Auch sah man hin und wieder den Tropenstiefel von Haix usw.. Bei mei- ner alten Einheit dem FschJgBtl 313 besorgten wir 1999 im Rahmen ei- ner Privatanschaffung alle den Lowa Combatboot GTX. Bei den Stiefeln verstand der Dienstherr aber anfänglich wenig Spaß, weshalb es z.B. verboten war das Schuhwerk beim Fallschirmspringen zu tragen, man könnte trotz höhere Steife sich die Knöchel beim Lande- fall brechen. Zwar hat sich dies alles etwas gebessert und die Bundeswehr „akzep- tiert“ zwischenzeitlich die Verwendung von dezentralen Beschaffungen deutlich mehr, jedoch hatte man Ende der 90er hier wirklich zu kämpfen. Alleine die Rangschalufen waren Dauerthema der Verbotslisten. Keiner lief gerne mit weißen Rangschlaufen auf olivem Stoff herum und das Um- drehen der Rangschlaufen im Feld war einfach nur lästig. Also besorgte man sich Flecktarn-Rangschlaufen mit schwarz aufgestick- tem Dienstgrad. Jetzt grüßte aber der ein oder andere Unteroffizier einen Obergefreiten recht höflich, weil der Tarndruck des Grundstoffs genau an der richtigen Stelle einen schwarzen Fleck hatte und den kleinen OG wie einen Leutnant aussehen ließ. Also wurde es wieder verboten und es kamen weiße Dienstgradstickereien auf Flecktarnstoff. Diese hoben sich jetzt aber noch mehr ab als weiß auf oliv... usw. Es dauerte ewig bis die Bundeswehr sich offiziell einschaltete und Mitte 2000 schwarz/olivgrüne Klappen ausgab. Solche Kleinigkeiten beschäftigen bis heute manche Stabssoldaten und so kommt es vor, dass KSK-Smocks bei einer Kompanie des selben Ba- taillons erlaubt sind, während diese bei der Bruderkompanie als verboten gelten. Es sollte sich also kein Reenactor die Hoffnung machen die Bun- deswehr richtig darstellen zu können, es findet sich immer ein ehemaliger Soldat der einem erzählt dass dies nicht sein kann, weil es verboten sei. Bei den Handschuhen löste Anfang 2001 der Kampfhandschuh den alten Lederhandschuh der Bundeswehr ab. Der Handschuh ba- sierte auf den Nomex Pilotenhandschuhen und war oliv mit grauem Leder. Mitte 2000 wurde der Handschuh überarbei- tet und erschien mit Flecktarnstoff. Wie schon sein Vorgänger, der Lederhandschuh gibt es ihn in zwei Varianten, einen leichten für den Sommer und einen gefütterten für den Winter. Bei den Helmen griff die Bundeswehr nahezu immer auf den Aramid Stan- dardgefechtshelm zurück. Selbst Fall- schirmjäger trugen diesen Helm im Re- Kopfbereich: BW Gefechtshelm; Staubschutzbrille; LUCIE Helmhalterung; BW Feldmütze Oberkörper: BW T-Shirt oliv; Mehler SK Schutzweste; BW Koppeltragesystem komplett; BW Handschuhe Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; BW Kampfstiefel 2000 Bewaffnung: HK G36a; NVA AK-Bajonett


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