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wurde. Diese Weste war aus Stoff statt aus Nylon und damit leiser und nicht so störrig. Auch fehlten ihr aufgesetzte Brusttaschen oder Ösen für das BW Koppelsystem. Dies hatte seinen Grund darin, dass FschJg oder das KSK eh Kampfmittelwesten über den ballistischen Schutzwesten tru- gen. In ihrer Weisheit bastelte aber die Bundeswehr an einem neuen IDZ-Kon- zept (Infanterist der Zukunft), welches modular bei der Anbringung von Taschen sein sollte. So entstand die IDZ Weste, welche nicht länger auf dem System des Lochkoppels basierte, sondern artverwandt mit dem US Molle System war. Nun ja, genau das war das Problem, für Molle gibt es sämtliche Zusatztaschen, für das IDZ System nur das, was der Dienst- herr zur Verfügung stellte. IDZ Westen wurden daher von Anfang an bei DSO Einheiten nicht wirklich gemocht – wenn auch die Verwendung meist befohlen wurde. Das IDZ System hält sich hartnäckig bis heute und geht derzeit in seine zweite Stufe, genannt „Gladius“. Es kamen neben diesen hauptsächlich verwendeten Schutzwesten aber auch vielerlei andere Systeme zum Einsatz. Manche Personenschüt- zer der Feldjäger bekamen schwarze Mehler ST, andere Einheiten ver- brauchten die alte GSG9 Weste aus den 80ern und wiederum andere Soldaten besorgten sich Material von Bündnispartnern. Kampfmittelwesten & Koppel Auch hier findet man alles, was man von der Bundeswehr und den Mili- tary-Shops kennt. Als kleiner Hinweis kann man sich merken, dass DSO Einheiten anfänglich gerne das alte Material des KSK abgriffen. Also die R2 oder KSK-Weste verwendeten. Später kam noch das ganze Sorti- ment von KHS, Tasmanian Tiger uvm. dazu. Reguläre Einheiten sah man mit dem normalen Lochkoppel im Einsatz, anfänglich noch stellenweise mit oliven Taschen, später aber ausschließlich mit angebrachten Fleck- tarntaschen. Da man aber im Einsatzgebiet meist mobil unterwegs war, begnügte man sich überwiegend mit den Taschen, welche die Mehler Weste hergab und ließ den Lochkoppel im Fahrzeug. Die, welche auf die zusätzliche Ausrüstung in den Koppeltaschen nicht verzichten wollten be- gnügten sich mit einem kleinen Trick. Der Lochkoppel wurde verkehrt mit dem Tragegurt zusammengeschlauft und man baute sich somit einen Chestrig, welchen man über der ballistischen Schutzweste tragen konnte – so gesehen bei Gebirgsjägern. Der Lochkoppel-Chestrig störte so nicht beim Fahren, da die Hauptlast der Taschen sich auf der Brust befand. Dies ist aber nur ein Kuriosum von vielen, welches aus Modifikationen des vorhandenen Materials entstand. Andere Körperausstattung Die Stiefel der Soldaten waren anfänglich die normalen BW Kampfstiefel aus den 80ern. Es folgte 1998 der Kampfstiefel 2000 für die normale Truppe. Gebirgsjäger und Sanis hatten die Haix oder Lowa Stiefel an. Privatanschaffungen brachten aber Stiefel von vielen Herstellern in den Einsatzraum. Es folgte ab Kopfbereich: BW Gefechtshelm; Staubschutzbrille; LUCIE Helmhalterung Oberkörper: BW Schneetarn-Oberteil; BW Koppeltragesystem komplett; BW Handschuhe Beinbereich: BW Schneetarn-Hose; Gamaschen; BW Kampfstiefel 2000 Bewaffnung: HK G36a; NVA AK-Bajonett


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