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Langsam erkannte man die Wichtigkeit der Uniformen und die Entwick- lung wurde breiter aufgestellt. So entstand schon 1993 der Tropentarn, welcher später in Afghanistan bekannt wurde oder 1995 der Flecktarn für warme Klimazonen. Für Einsätze wie im Kosovo oder Mazedonien musste das normale grüne Tarnmuster etwas heller werden und die Uniform atmungsaktiver. Dies re- gelte man über eine extra dafür modifizierte Flecktarnuniform, welche un- ter anderem Lüftungsschlitze unter den Achseln hatte, die wiederum mit einem Moskitonetz verschlossen waren. Das Tarnmuster wurde deutlich heller um angepasstere Tarneigenschaften in diesen Ländern aufzuwei- sen. Erkennen kann man diese Uniformen durch den Etikettenaudruck „Schadstoffgeprüft“ und einem hellgrünen Grundstoff, welcher sich vom normalen FT Grundstoff unterscheidet. Auch wechselte die Produktion von Hersteller zu Hersteller, innländisch wie ausländisch in Fernost und die Qualität unterschied sich zuweilen erheblich. Anhand der örtlichen Nähe des Einsatzgebiets zu Deutschland kam noch ein weiterer Punkt hinzu, welcher bei manchen Soldaten für einige hoch- gezogene Augenbrauen sorgte. Die kosovarischen UCK Kämpfer liefen zu Hauf in Flecktarn umher, da die Beschaffung günstig und die Wirkung gut war. Es war also ein normales Bild Deutsche Soldaten zu sehen, wie sie in Flecktarn ausgestattete Freiheitskämpfer kontrollierten. Auch sonst wiesen die Einsatzgebiete Vorteile auf, denn die gängige Währung war die D-Mark. Ballistische Schutzwesten Wie schon in Somalia hatte die Bundeswehr lediglich Splitterschutzwes- ten, deren Schutz gegen Projektilwaffen gleich 0 war. In Somalia besorg- te man anfänglich von den Holländern ballistische Schutzwesten in Hol- ländischem DPM. Das vorhandene Material wurde daher auch auf dem Balkan verwendet und die Deutschen Soldaten trugen anfänglich aus- schließlich Flecktarnuniformen mit DPM Westen. Später wurde die Weste von Mehler in Flecktarn gefertigt und ging dann unter der Bezeichnung „Mehler ST“ ab den späten 90ern in den Einsatz. Dies schloss aber nicht aus, dass man noch bis vor Kur- zem alles an Schutzwesten im Einsatz sehen konnte. Die DPM Schutzwesten hielten sich überwiegend bei Unterstützungseinheiten noch bis weit über Mitte 2000. Die Mehler ST war für die Verwendung bei speziali- sierten Einheiten wie manchen Fallschirmjägerzügen oder dem KSK jedoch suboptimal. Deshalb entwickelte man die Mehler SK, welche dann für Einsatzeinheiten der DSO (Division Spezielle Operationen) ausgegeben Kopfbereich: BW Feldmütze Oberkörper: BW 5FT Combat Shirt LK von Köhler Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; BW Kampfstiefel 2000 Bewaffnung: HK G36a


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