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man 28.018 Sprengkörper über dem Einsatzgebiet ab. Hierbei setzten alleine die USA einen größeren prozentualen Anteil an vorhandenen Flugzeugen ein, als während des gesamten Vietnamkriegs oder Desert- Storm. Die US Air Force flog hierbei 83% aller Einsätze. Über den Einsatz von Nato-Bodentruppen war man sich nicht einig, wes- halb zu diesem Zeitpunkt die UCK insgeheim von Bündnisstaaten der Nato unterstützt wurde. UCK Freiheitskämpfer wurden hierbei von der Nato ausgebildet und kamen z.B. als FAC (Forward Air Controller) zum Einsatz und koordinierten die Luftschläge gegen die Serben. Noch heu- te ist diese Luftoperation umstritten, da sie einerseits nicht die Rücken- deckung der UN hatte und andererseits auch auf Serbische Großstädte eskalierte. Als Folge der militärischen Übermacht der Nato zogen sich die serbi- schen Streitkräfte im Juni 1999 zurück und machten Platz für die da- raufhin einmarschierenden KFOR (Kosovo Force) Einheiten der Nato, bei denen auch die Bundeswehr in der Region Prizren dabei war. Wie schon zuvor in Bosnien ging es dabei um die Entwaffnung und Stabili- sierung der Region. Die Sprengkraft des Konflikts war erneut erheblich, denn Kosovo-Albaner und Serben lebten vermischt auf dem Territorium. So war es anfänglich für die Nato-Einheiten ein Katz und Maus Spiel die häufig aufkommenden Übergriffe zwischen den ethnischen Gruppen im Zaum zu halten. Albaner brannten z.B. die Häuser von Serben nieder und anders herum. Durch die vielen Unruhen in der Region wuchs alleine das Bundeswehr- kontingent zwischendurch auf 3.200 Soldaten an, deren Auftrag von polizeilichen Tätigkeiten, Feuerwehrdienste, ziviler Wiederaufbau, Le- bensmittelverteilung bis hin zur Kriegsverbrecherjagd reichte. Der an- fängliche Verbündete die UCK musste ebenfalls entwaffnet werden, da zu viel unkoordinierte Handlungen die Sicherheitslage gefähr- deten. Die Großlage hat sich seit dem Beginn der Operation zwar etwas entschärft, jedoch flammen immer wieder kleinere Konflikte auf, welche bis heute von den Soldaten geregelt werden müssen. Seit dem 17. Februar 2008 gilt der Kosovo als souveräner Staat und wurde von 96 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nati- onen anerkannt. Reenactment Wer die Bundeswehr auf dem Balkan darstellen möchte, hat es relativ leicht. Schon zum Anfang der Einsätze gab es plötzlich in Deutschen Military-Shops einige Zusatzausrüstungen, welche von den Soldaten dan- kend verwendet wurde. Dieses zivile Angebot sorgte schnell dafür, dass Soldaten plötzlich in Smocks der Firma Arktis herumliefen, welche eigentlich britische Smocks waren, allerdings in flecktarn gedruckt. Auch griff man gerne auf KHS oder Berghaus Rucksäcke Kopfbereich: BW Gefechtshelm; Staubschutzbrille; LUCIE Helmhalterung Oberkörper: BW 5FT KDO Feldbluse von Köhler; BW Koppeltragesystem komplett; BW Handschuhe Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; BW Kampfstiefel 2000 Bewaffnung: HK G36a; NVA AK-Bajonett


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