Page 25

ASM_25

Von IFOR zu SFOR Das Muskelspiel zwischen der UN, NATO und den Kriegsparteien uferte 1995 erneut aus, als serbische Einheiten die UN Schutzzonen Srebreni- ca und Zepa überranten. Es folgten durch die Serben ethnische Säube- rungen (Massenerschießungen) welche unter dem dem Name Massaker von Srebrenica und Markale in die Geschichte eingingen. Der UNO Ge- neralsekretär Boutros-Ghali forderte daraufhin massive Luftschläge ge- gen die Bosnischen Serben ein. Bei der daraufhin folgenden Operation „Deliberate Force“ vom 30. August bis 20. September 1995 flog die Nato mit 400 Flugzeugen Einsätze ge- gen die Serben, stellte 5000 Soldaten dafür bereit aus 15 Ländern und 18 Luftwaffenstützpunkten. Die Deutsche Luftwaffe war hierbei ebenfalls mit 14 ECR (Electronic Combat Reconnaissance) Tornados beteiligt und flog 65 Kampfeinsätze. Die ECR Varianten der Luftwaffe unterstützten dabei die internationalen Einheiten enorm, da die Tiefflugeigenschaften und ECR Eigenschaften der Flugzeuge sehr gefragt waren. Hierbei klär- ten die Tornados zahlreiche Luftabwehrstellungen auf und zerstörten die- se auch mit AGM-88B HARM (Anti-Radar) Raketen. Die Einsätze waren gegen alle relevanten militärischen Bodenziele der Serbisch-Bosnischen Einheiten gerichtet. Die Operation endete, als die Serben die schweren Waffen aus den Schutzzonen abzogen und die territoriale Sicherheit der Zonen garan- tierten. Die Serbische Armee musste sich anhand schwerer Verluste dem internationalen Druck beugen, welche ihnen einerseits durch die Luft- überlegenheit der Nato verdeutlicht, andererseits aber auch durch eine Kroatische Großoffensive in der Krajina beigebracht wurde. Als Folge kam es zum Dayton-Vertrag am 14. Dezember 1995, bei dem unter An- derem auch die Souveränität von Bosnien und Herzegowina als eigen- ständiger Staat anerkannt wurde. SFOR Die Vereinten Nationen übertrugen am 12. Dezember 1996 das Man- dat der bislang in der Region tätigen IFOR zunächst für 18 Mona- te auf die SFOR (Stabilization Force). Die Mission lautete gegen Feindseligkeiten vorzugehen und zur Stabilisierung des Friedens in Bosnien und Herzegowina beizutragen. Hierbei sollte die SFOR die Aktionen und Liegenschaften der Konfliktparteien kontrollieren, die gebiete überwachen und internationale Hilfsorganisationen unter- stützen. Die Bundeswehr tat dies ab 1997 überwiegend aus dem Feldlager Rajlovac (Camp Capitaine Carreau) in Bosnien-Herzegowina her- aus. Die Stabilisierungsstreitkräfte unter Nato-Leitung waren 30.000 Mann stark, wobei die Bundeswehr dabei 1.800 Soldaten im Rahmen der GECONSFOR stellte. Die Soldaten führten hierbei „Door-to-door“ Operationen aus, bei denen sie Waffen beschlagnahmten, Suchopera- tionen durchführten oder Checkpoints errichteten. Der Einsatz galt als Kopfbereich: BW Gefechtshelm; Staubschutzbrille Oberkörper: BW 5FT Tropenfeldbluse; Mehler SK Schutzweste; Nomex Handschuhe; Shemag oliv; KSK Kampfmittelweste Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; BW Kampfstiefel 2000 Bewaffnung: HK G36a; NVA AK-Bajonett


ASM_25
To see the actual publication please follow the link above