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nug Bilder in diesem Artikel. Kommen wir also zur Funktionalität und dem Gespannt war ich auch auf die versprochene Pulver „Explosionssimulati- Sprichwort „Probieren geht über Studieren“. on“. Diese war mit knapp 6m Höhe ziemlich beeindruckend, enttäuschte aber mit der Form. Ich möchte es mal so formulieren, wer die Serie „Die Was mich als erstes interessiert hat, war das Gewicht mit dem der Dorn Bezaubernde Jeannie“ noch kennt, weiß wie die Mine ausströmt. Statt in die CO2 Kapsel durchstößt. Dazu habe ich einen kleinen Testaufbau ge- die Breite, pfeift das CO2/Pulvergemisch senkrecht nach oben und entwi- macht und mit einem Wasserkanister immer wieder das darauf lastende ckelt auf der relevanten Höhe von 1,80m gerade mal eine Breite von ca. Gewicht erhöht. Im Durchschnitt sind meine Umarex Kapseln mit 5-10kg 70cm - von einer scharfen Jeannie war jedoch nichts zu sehen. von dem spitzen Dorn durchstoßen worden und haben die Mine ausge- löst. Die Werte schwankten stark, liegen aber in einem Bereich der eh Ebenfalls ein Problem ist das recht grobe Gewinde. Der Überdruck dehnt sehr niedrig angesiedelt ist. den Kunststoffkörper zum Zeitpunkt des Umsetzens etwas aus. Genau dann pfeift in den oberen Bereich des Gewindes etwas Pulver und setzt Für zukünftige Benutzer der Mine möchte ich den Tipp mitgeben, dass sich fest. Ist die Mine leergeblasen und der Behälter steht nicht mehr man den Boden unter der Mine immer noch etwas verdichten sollte, damit unter Druck, zieht sich dieser wieder in seine Ausgangsform zurück. Es dieser nicht nachgibt. Alles was der Untergrund nachgeben wird addiert handelt sich um nicht einmal einen Millimeter - dennoch reicht es aus, sich automatisch auf das Auslösegewicht der Mine! dass man nur mit großer Kraftanstrengung das dann eingesaute Gewin- de wieder öffnen und die Mine erneut einsatzbereit machen kann. Als nächstes ging es mir darum, wie verkantungssicher die Mine ist. Be- deutet, dass im Spieleinsatz nicht damit zu rechnen ist, dass ein Spieler Verschlimmernd kommt hinzu, dass die Mine in jedem Test eine Aus- genau mittig auf die Mine tritt und sie mit voller Schuhsohle trifft. Die Form löseverzögerung von knapp einer Sekunde hatte. Das klingt wenig, ist der Mine kommt diesem Problem schon einmal entgegen. Die seitlichen aber viel. Im Regelfall ist man schon drüber weggelaufen und durch den Finnen sorgen bei der vergrabenen Mine für einen sicheren Halt im Bo- schmalen Pulverkegel wird man nicht mehr erwischt. den. Ein Verdrehen oder Kippen ist bei richtigem Eingraben nahezu aus- geschlossen. Mein Fazit fällt daher gemischt aus. Die Mine ist gut, löst zuverlässig mit wenig Druck aus - erwischt aber Einzelschützen bei normalem Vorrücken durch die lange Zündverzögerung nicht. Gräbt man sie in einen Pfad, kann man sich aber sicher sein, den zweiten Mann zu erwischen. Mir ist das dennoch zu wenig, also gibt es nur eine Lösung - Mehr Minen! Ein Minenfeld ist sicherlich deutlich effektiver im Spiel, aber hier schlägt ei- nem der Preis mit 55,00€ in das Genick. Für einen dreiteiligen Plastiktopf mit einer Schraube ist das viel Geld und der Hersteller „Major Paintball“ wäre besser beraten hier auf Masse statt auf Preis seine Produkte zu kalkulieren. Die Preise für die zum Betrieb der Mine benötigten Ersatzteile sind dafür aber in einem Rahmen der „akzeptabel“ ist. Bei jedem Einsatz braucht man eine CO2 Kapsel, einen Gummischlauch und etwas Sim-Pulver. Für die folgenden Zeilen wird uns die Händlerwelt hassen - aber als Sim- pulver geht die günstige Schlämmkreide aus der Apotheke oder Talkum aus dem Sportbereich. Der Gummischlauch ist etwas kniffliger, kann aber ebenfalls in großen Massen selbst gebaut werden. Gummischlauch or- ganisieren und ein Ende mit einem Kabelbinder zuschnüren - fertig. Die CO2 Kapseln gibts in Massen recht günstig und so kann man sich prob- lemlos über den hohen Anschaffungspreis hinwegtrösten. (VL) Bleibt also noch die Auslöseplatte auf der Mine. Die Platte muss zum si- cheren Auslösen mindestens auf 1/8 der Fläche getroffen werden. Das ist sehr gut, denn es erhöht den Auslöseradius, gemessen an einer Schuh- sohle um weitere 5cm um die Auslöseplatte herum. Als nächstes ging es an die Lautstärke des Knalls. Der Gummischlauch erzeugt auf freiem Feld einen sehr lauten Knall. Um Euch nicht mit dB Werten zu nerven - es entspricht im Optimalfall etwa dem Mündungs- knall einer Kleinkaliberpistole in .22. Mit diesem Wert ist klar, dass man die Mine nicht in geschlossenen Räumen einsetzen sollte, will man nicht für einen dröhnenden Schädel des Gegners verantwortlich sein. Es wird aber auch recht schwer eine Mine, die fürs Eingraben im Erdboden vor- gesehen ist, in den Betonboden eines Abrisshauses zu graben. Wie auch immer, sie ist laut genug, normale Ohren halten es aber meiner Meinung nach problemlos ohne Hörschutz aus - sofern die Mine im Frei- en und nicht direkt neben dem Kopf umsetzt.


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