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Durch das Auftreten der IFOR, dem neuen Mandat und der großen Mas- se an modernem, schweren Kriegsgerät ließen sich die Konfliktparteien zumindest in den von Serben besetzten Gebieten Bosniens etwas unter Kontrolle halten. Alleine die Tatsache, dass die IFOR den Frieden nun auch mit Zwangsmaßnahmen gewalttätig durchsetzen konnten sorgte für eine leichte Entspannung der Situation. Sollte von nun an eine Partei Kriegsverbrechen begehen oder gegen den Waffenstillstand verstoßen konnte sie mit massiven Reaktionen der IFOR Soldaten rechnen. Die Operation Joint Endeavour war somit ein Erfolg und konnte sich im Konflikt behaupten. Um diese Erfolge auszubauen und für eine Norma- lisierung in den Krisengebeutelten Regionen zu sorgen folgte auf IFOR eine Stabilisierungsmission - die Stabilisation Force, kurz SFOR. Nachtrag zum ersten Teil des Artikels Wie schon anfänglich beschrieben müssen wir das Thema „Bundeswehr auf dem Balkan“ in zwei Teile untergliedern. In der kommenden Ausgabe 25 behandeln wir dann die SFOR, KFOR, MFOR und EUFOR Kontingen- te, in welchen die Bundeswehr sich zusehend ihren Namen als Einsatz- armee machen konnte. Der Weg in den Krieg, welchen man schon aus der Vorgeschichte der Entstehung Jugoslawiens entnehmen konnte ist noch deutlich komplexer als es überhaupt möglich ist in einer Zeitschrift darzustellen. Angefangen beim Osmanischen-Reich über die dadurch entstandenen Religionszu- gehörigkeiten, Familienproblemen des Hochadels und dem ewigen Buh- len um Macht und Einfluss machen das Thema derart wirr, dass es zwi- schenzeitlich unendlich viele Geschichten und Schuldzuweisungen gibt. Auf dem Balkan ist die Geschichte wirklich ein Hund der jedem dient. Spricht man aber mit Soldaten verschiedener Nationen die dabei waren, kommt gerade in Bezug auf den Bosnienkrieg immer eine klare Abneigung gegen die Serben zum Vorschein. Sicherlich sind ihnen die schwersten Verbrechen eindeutig zuzuschreiben, jedoch wurden auf allen Seiten un- menschliche Greueltaten im Überfluss begangen. Es gehört eigentlich nicht in ein Freizeitmagazin wie das ASM, dennoch muss man manchmal die Leser mit Berichten schockie- ren, weshalb wir auch folgende Zeilen nicht auslassen. Bei un- seren Recherchen legte ein ehemaliger Soldat uns ein Bild einer gerademal 19 Jährigen Frau vor, welche hoch schwanger war. Aus reinem ethnischen Hass schnitt man ihr bei lebendigem Leib das Kind aus dem Bauch und nähte eine tote Katze ein. Der leblose Körper der Frau lag vor einer Tür, das ungeborene Kind wurde nebendran geworfen. Es ist egal wer es getan hat, es ist in Europa vor garnicht allzulan- ger Zeit passiert, keine 13 Autostunden von Deutschland entfernt - der mutmaßliche Täter ist heute 35 Jahre alt. (VL) Kopfbereich: BW Gefechtshelm; BW Staubschutzbrille Oberkörper: BW 5FT Tropenfeldbluse; Mehler ST Schutzweste; FJ Armbinde; Blackhawk Dräger Vest; Abwurfsack Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; Kampfstiefel 2000; Knieschützer; Eagle Ind. SAS Holster Bewaffnung: HK G36a; P8


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