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fehlen. In dem Film „Warriors“ wird recht präzise die Tätigkeit britischer Blauhelme im Raum Vitez 1992-1993 dargestellt. Auch wird gut die Hilflo- sigkeit der Blauhelme veranschaulicht, welche zum Teil noch heute unter starken psychischen Problemen leiden anhand der Dinge die sie sehen mussten. IFOR - Implementation Force (OP Joint Endeavour) Nach dem dramatischen Scheitern der UN Mission und starkem interna- tionalen Druck auf die Konfliktparteien wurde in Dayton (Ohio USA) ein Friedensabkommen erzwungen. Die Nato stellte deshalb die IFOR auf, welche dieses brüchige Friedensabkommen umsetzen sollte. Diesen Frieden wollte man mit rund 57.000 Soldaten umsetzen, welche über deutlich mehr Handlungsspielraum wie die UN-Zuschauer zuvor verfügten. 20.000 US Amerikaner, 13.000 Briten und 7.500 Franzosen stellten das Rückgrat des Einsatzes. Weitere Nationen, unter Anderen auch die Bundeswehr nahmen im Rahmen von Bodentruppen an IFOR teil. Das IFOR Engagement der Nato er- reichte seinen Höhepunkt mit insge- samt 54.000 Soldaten im Einsatz- raum, weitere 80.000 Soldaten die als Unterstützung in die Operation in- volviert waren aus insgesamt 32 verschiedenen Nationen. Viele davon waren schon zuvor an der UNPROFOR Mission beteiligt und freuten sich darauf endlich den blauen Schandfleck aus Stoff von ihrem Helm abziehen zu können. Die Bundeswehr betrat mit einem Vorauskommando am 22. Dezem- ber 1995 das Kriegsgebiet und floss Ende Januar 1996 mit dem 1. IFOR Kontingent unter Führung von General Friedrich Riechmann in den Einsatzraum ein. Die Stärke des 1. Kontingents betrug knapp 2.600 Soldaten, überwiegend Logistiker, Einsatzunterstützer, Pioniere, Sanis und Heeresflieger. Die Bundeswehr Soldaten waren hierbei in Primosten (Feldjäger), Trogir (Sanis), Benkovac (Pios), Zadar (Heeresflieger), Camp Solaris (Trans- porter) und Sibenik (Einsatzunterstützer) stationiert. In Folge der erzwungenen Umsetzung des Friedensvertrags von Dayton und des Peacekeeping Auftrags der Nato kam es anfänglich häufig zu kleineren Reibereien der IFOR mit überwiegend serbischen Einheiten. Auch wenn man hier meist von Vorfällen der Serben liest, muss man dennoch die Bosnier und Kroaten mit Vorsicht genießen. Alle beteiligten Kriegsparteien hatten enorm viel auf dem Kerbholz und keiner glänzte durch ritterliches Vorgehen. Kopfbereich: BW Gefechtshelm mit 5FT Helmüberzug; IDZ Schutzbrille Oberkörper: Köhler 5FT Combatshirt; IDZ Schutzweste „Falke“; Mechanix Handschuhe Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; Kampfstiefel 2000; Safariland Holster Bewaffnung: HK G36a mit LLM01; P8


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