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Die Bosniaken und Herzegowiner sind wild vermischt und anhand Ihrer Geschichte mit dem Osmanischen Reich fast zur Hälfte Muslime, zu 30% serbisch-orthodox und ca. 17% römisch-katholisch. Im Kosovo ist die gro- ße Mehrheit muslimisch, während wiederum in Mazedonien sich etwa zur Hälfte aufteilt in Sunniten (Muslime) und Mazedonisch-Orthodoxe- Christen. So komplex es sich anhöhrte, so leicht war es für die Kriegsparteien da- raus ihre Gegner zu selektieren. Für die Serben war der Gegner einfach durch Herunterlassen der Hose auszumachen, denn wer beschnitten war, konnte nicht der serbisch-orthodoxen Kirche angehören und war zwangs- läufig ein Feind - gleiches galt für die, welche der kyrillischen Schrift nicht mächtig waren. Die Kroaten und Bosnier ließen ihre Verdächtige einfach Kyrillisch lesen und schnell war klar, man hatte es mit einem Serben zu tun usw.. Es war der absolute Irrsinn und mündete in ethnischen Säuberungsaktio- nen, bei denen ganze Städte von Bevölkerungsgruppen der vermeindlich gegnerischen Religion „gesäubert“ wurden. Keine 50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatte man es in Europa wieder mit Konzentrati- onslagern und Massenhinrichtungen zu tun sowie einem Kreuzzug. Die Massaker von Srebrenica und Sarajevo sind dabei nur die Bekann- testen und längst war es kein Krieg zwischen Armeen mehr, sondern ra- dikalen, aufgehetzten ethnischen Bevölkerungsgruppen, welche in ihrer Grausamkeit vor nichts halt machten. Eingreifen der UNO Nachdem zuvor auch die Anerkennung Bosniens als autonomer Staat durch die Europäische Gemeinschaft und die USA einen großen Balkan- konflikt nicht verhinderten und die Serben 1992 zusätzlich die Serbische Republik Bosnien und Herzegowina ausriefen spitzte sich die Situation weiter zu. Serbien beanspruchte die von Bosnischen-Serben bewohnten Gebiete gänzlich für sich. Die Serben, welche sehr stark aus dem Jugoslawischen Militärmaterial schöpfen konnten, besetzten schnell Gebiete in Kroatien, Bosnien und Herzegowina. Diese erste Etappe endete mit einem brüchigen Waffen- stillstand zwischen den Kriegsparteien. Die UNO rief indes am 21. Fe- bruar 1992 über den Sicherheitsrat die United Nations Protection Force (UNPROFOR) ins Leben. Ihr Auftrag war es diesen brüchigen Waffenstillstand in den von den Ser- ben besetzten Gebieten zu kontrollieren. Hierbei war es den Blauhelmen nicht gestattet in irgend welche Handlungen der Kriegsparteien einzugrei- fen oder sonst in irgend einer Form Partei zu beziehen. Die Blauhelme waren reine Zuschauer, was letztlich von den Kriegsparteien schonungs- los ausgenutzt wurde. Kopfbereich: BW 5FT Feldmütze; BW Staubschutzbrille Oberkörper: BW 5FT Tropenfeldbluse; Bristol DPM Schutzweste; BW Trage- satz mit verkehrter Montage; G36 Einzelmagazintaschen. Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; BW Gebirgsjägerstiefel (Haix) Bewaffnung: HK G36a


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