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In ihrem wirren Groß-Serbischen Nationalgedanken gedemütigt gab es aber einen weiteren Brandherd - Kroatien. Schon 1990 bereitete die Ju- goslawische Volksarmee den Einfall nach Kroatien vor. Der von Serben zersetzte Generalstab der Jugoslawen schaffte in dieser Vorbereitungs- phase die ihm noch unterstellten schweren Waffen auf serbisches Ho- heitsgebiet. Kroatien strukturierte daraufhin seine eigenen Kräfte, welche in Einklang mit den Autonomiebestrebungen standen. Die in Kroatien lebende Minderheit von Serben wollte jedoch keine Tei- lung, als auch die Serben sich dazu verpflichtet sahen ihren Brüdern zur Hilfe zu kommen - dies stand wiederum im Einklang mit dem Groß-Ser- bischen Gedanken. Egal wo man hinschaute, der blinde Nationalismus sorgte in sämtlichen Ländern zu Völkerhass, Unterdrückung und Gewalt. Jeder beanspruchte Gebiete des Anderen und die Teiler waren hierbei nicht nur die Herkunft auf dem Pass, veraltete Landesgrenzen von vor 1918 sondern auch die Religionen. Der Konflikt zwischen Kroaten und Serben eskalierte nach vorangegan- genen Anschlägen und Scharmützeln im März 1991 und zog sich wie ein Flächenbrand durch die ehemaligen Länder Jugoslawiens. Spätestens mit dem Kriegsausbruch in Bosnien und Herzegowina 1992 erreichte man Dimensionen, die für ganz Europa nicht länger tragbar waren. Zum Bosnienkrieg kam es durch das Intervenieren kroatischer und bosnischer Freiwilligen auf Seiten der kroatischen Armee. Auch un- terstützte Bosnien die Kroaten in ihrem Unabhängigkeitskampf finanziell und materiell. In den Augen der Serben kämpfte man nicht länger gegen Kroatien, sondern auch gegen Bosnien - es kam zum Angriff der Serben auf Bosnisches Hoheitsgebiet. So ergriffen die Bosnischen-Serben die Waffen und begannen den offenen Kampf gegen die Bosnischen-Kroaten und Bosniaken. Wer nun mit dem ganzen Wirrwarr nur noch schwer mithalten kann, dem sei gesagt, dass es selbst die in die Kriege verstrickten Bevölkerungs- gruppen selbst kaum konnten. Aus dem auf bosnischem Gebiet lebenden Bosnischen-Serben, der jahrelang ein guter und freundlicher Nachbar war, wurde plötzlich der regional bekannte Bosniakenschlächter. Der Bosniake, der ein Leben lang keine Probleme mit seinem serbischstämmigen Arbeitskollegen hatte, zog das Messer und stach ihn ab. Genau diese innerjugoslawische Apokalypse fand statt und es gab weder klare Grenzen auf der Karte, noch bei dem was man sich gegenseitig antat. Um den Konflikt selbst noch überschauen zu können, wurde Freund und Feind nach Religionszugehörigkeit aufgeschlüsselt. Die Serben sind überwiegend serbisch-orthodoxe Christen mit kyrillischer Schrift, die Kro- aten sind überwiegend römische Katholiken mit lateinischer Schrift. Kopfbereich: BW Sprunggefechtshelm Oberkörper: BW 5FT Tropenfeldbluse; Mehler SK Schutzweste; Hatch Ope- rator Handschuhe Beinbereich: BW 5FT Tropenfeldhose; BW Kampfstiefel 2000 Bewaffnung: HK G36a


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