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Die Präzision auf kurze Entfernung ist sehr gut, Loch auf Loch ist auf zwei Meter kein Problem. Anders entwickelt sich die Ballistik auf längere Entfernung. Nach 20-25 Metern fängt die Kugel schlagartig an auf den Boden zu fallen. Einen „Segeleffekt“, der die Kugel spürbar weiter gleiten lässt wie bei allen Airsofts mit Hop-Up-System gibt es hier eindeutig nicht. Die BBs werden eher wie mit einem sehr starken Spuckrohr dem Ziel ent- gegen geschleudert. Positiv für die Präzision ist das fehlende HU-System letztlich nicht, da die Pistole einerseits zwar eine Nahbereichswaffe ist, andererseits man aber in den meisten Spielsituationen nicht gezwungen ist auf 4 Meter z.B. eine Münze zu treffen. Hingegen deutlich öfter ge- schieht es aber, dass die Pistole nach Versagen der Hauptwaffe auch mal auf längere Distanz herhalten muss. Treffen muss man ja nicht unbedingt etwas, doch wenigstens sollten die Kugeln weit genug fliegen um den Gegenspieler in Deckung zu zwingen. Mit einer Füllung Gas ist bei normaler Feuergeschwindigkeit eine Ladung BBs realisierbar, also 20 Schuss. Wer sehr schnell schießt, schafft nicht einmal das - wer langsamer macht, kommt sehr gut hin. Der Abzug hat eine etwas ungewöhnliche Charakteristik. Er erinnert stark an ein Luftgewehr, da er sich quasi ohne Widerstand ein paar Millimeter Einstellungen an der Visierung sind nur an der Kimme möglich, und auch zurückbewegen lässt, ehe ein recht starker Druckpunkt kommt, der mit da ist nur eine Höheneinstellung mit dem Schieber vorgesehen. An sich etwas mehr Kraft durchgezogen werden muss. überflüssig, auf weiter als 20 Meter sollte mit dieser Pistole ohnehin nicht geschossen werden. Die linksseitig des Griffstücks sitzende Flügelsiche- rung blockiert genau wie beim z.B. Colt 1911 den Abzug und Schlitten. Wir haben gemerkt, dass durch etwas stärkeres Durchziehen des Abzuges die Sicherung einfach ausrastet und der Schuss trotzdem bricht – das gibt her- be einbüßen bei der Funkti- onssicherheit. Ein weiteres Manko bei der Funktion ist die sogenannte Magazinsicherung. Ist das Ma- gazin nicht eingelegt, die Waffe aber gespannt, kann sie nicht entspannt werden, da der Abzug seine Funktion verliert. An sich bei einer Airsoft totaler Schwach- sinn, da sich das Gas im Magazin befindet und ohne diesem eh nichts geht. Da diese Funktion vom Original übernommen wurde, können wir dies aber nachvollziehen: Stelle man sich vor, jemand reinigt seine Waffe weil er diese vorher mit öligen Händen berührt hat – also eine rein äußere Reinigung. Er entfernt vorher das Magazin, ohne zu wissen, dass noch eine Patrone in der Kammer ist. In solch einem Fall kann eine derartige Sicherung lebensrettend sein. Bei der Airsoftversion der Browning High Power entpuppt sie sich eher als lästig und erhöht zudem noch das Risiko von Unfällen. Die Airsoft kann nämlich nur entspannt werden, wenn das Magazin drin ist. Dem- nach muss man es reinschieben und den Hahn langsam auf das Ventil gleiten lassen – nicht gerade sehr angenehm, denn rutscht der Hahn ab und schlägt auf das Ventil, bekommt der Daumen mit etwas Pech die Wucht des Schlittens zu spüren. Nach Erreichen des Druckpunktes ist der Auslöseweg aber minimal, eben nur der Widerstand ist ungewohnt hoch. Der Abzug hat mehr Gemein- Immerhin, und das ist eigentlich nicht wirklich positiv, lässt sich auch die- samkeiten mit dem einer KSC Glock 17, welche ebenfalls einen deutlich se Sicherung umgehen. spürbaren Druckpunkt besitzt als mit dem einer z.B. KJW P226 oder KWA Wenn das Magazin draußen ist und der Hahn gespannt, einfach den Ab- USP. Auch wenn die Optik täuschen mag: Bei dem Abzug handelt es sich zug (besonders leicht für Rechtshänder) beim Durchziehen nach links um einen reinen Single-Action-Abzug, was heißt, dass der Hahn, wenn drücken – „klick“, der Hahn schlägt auf. Eine unfreiwillige Lösung des er nicht schon gespannt ist, vor dem ersten Schuss von Hand gespannt Problems könnte man sagen – oder einfach ein weiterer Konstruktions- werden muss. fehler?


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