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Auch wenn nur sehr geringfügig, zählen wir die Markings (F und Lizen- Von der Abhandlung der äußeren Eigenschaften gehen wir nun über zur zangabe) als verräterisches Indiz Nr.1. Das zweite, und leichter erkenn- Funktion. Als erstes Laden wir das Magazin mit 30 BBs. Das Loadingtool bare Indiz für eine Airsoft befindet sich nicht direkt an der MP5, sondern erweist sich hier als nicht sonderlich hilfreich, da man die Kugeln sehr am Magazin: Das glänzende Messingeinfüllventil am Magazinbodenstück stark eindrücken muss und das Plastiktool dabei, allen voran bei den letz- macht klar, dass hier keine 9mm Patronen, sondern Gas und Plastikku- ten Kugeln, an seine Grenzen getrieben wird. Die Vermutung liegt nahe, geln verfüttert werden. dass das Tool irgendwann einfach reißen würde, daher laden wir einfach von Hand. Das geht schnell geht, da die BBs lediglich von oben in die zweireihige Kugelführung reingedrückt werden müssen und von den Ma- gazinlippen problemlos festgehalten werden. Als nächster Schritt wird Gas befüllt. Wie so oft nehmen wir das „Walther“- Gas. Dies geschieht problemlos und ohne nennenswerte Verluste durch das im Magazinboden eingelassene Ventil. Da es sich um eine GBB Langwaffe handelt könnt ihr euch schon denken: Das MP5-Magazin fasst ordentlich Gas, sicher dreimal mehr als eine Pistole und wahrscheinlich sogar noch mehr – richtig messen lässt sich das aber nicht, es ist ein rein subjektiver Eindruck. Der Realitäts-Faktor fällt insgesamt also ungemein hoch aus und über- trifft den von gefühlten 98% aller anderen auf dem Markt erhältlichen Air- softs. Wer mehr will, muss sich schon einen Marushin K98 zulegen, wobei selbst bei dem nicht alles stimmt, da das Systemgehäuse aus Kunststoff ist. Doch zurück zur VFC MP5: Die Materialanmutung ist fernab jeglicher Zumutung. Billiges Plastik gibt Als vorletzter Schritt wird der Ladehebel der MP5 SD3 nach hinten gezo- es keines, es wurde ausschließlich sehr schlagfester und kratzresisten- gen und arretiert, damit der Verschluss offen ist. Magazin rein, Verschluss ter Kunststoff verbaut. Bei den Metallteilen handelt es sich vor allem im nach vorne laufen lassen und die Airsoft ist fertiggeladen. Der Ablauf ist Bereich des Systemgehäuses um Stahlblech, der Einsatz von ebenfalls abgesehen vom Einfüllen des Gases genau wie beim Original. massivem aber dennoch nicht ganz so hochwertigem Spritzguss wurde weitestgehend vermieden. Verarbeitungsspuren gibt es keine und wenn Zu allerletzt wird die MP5 SD3 entsichert. Ein Druck auf den Abzug löst doch, dann sind diese beabsichtigt um die Verarbeitungsspuren des Origi- den ersten Schuss, der von einem schnellen Impuls und einem recht lau- nals nachzubilden, wie beispielsweise die Schweißstellen am Anfang der ten Knall begleitet wird. An eine CO2-Waffe kommt diese Airsoft von der Schiebeschaftführung. Lautstärke her natürlich nicht heran – soll sie auch garnicht, da sie ja Wüssten wir nicht, dass diese Waffe ein Produkt von VFC ist, wären wir in einen Schalldämpfer hat. Andererseits muss man auch klar feststellen, Anbetracht der HK-Logos durchaus geneigt, den Begriff „deutsche Wert- dass der Schalldämpfer im Vergleich zur z.B. MP5 A2 rein garnichts bringt arbeit“ zu benutzen – da die Asiaten allerdings mächtig aufgeholt haben, und lediglich optischen Zwecken dient. sagen wir zusammenfassend zur Materialqualität und Verarbeitung ein- fach mal „asiatische Wertarbeit“ – und zwar vom Feinsten! Der Impuls des Blowbacks ist zwar schnell und die Waffe springt durch- aus etwas aus dem Ziel, doch überwältigend ist der Rückschlag nicht. Da hat z.B. ein VFC SCAR spürbar mehr Kick. Bei den Tests in ASM 18 lagen uns vollautomatische Ausführungen vor, weshalb damals der Eindruck des Rückschlages natürlich verstärkt wurde, da viele kurz hintereinander folgende Schläge natürlich mehr Bewegung in der Schulter erzeugen als ein einziger. Außerdem ist die MP5 SD3 mit 3122g rund 300g schwerer als ihre Geschwister, was ebenfalls lindernd auf den Rückschlag wirkt. Die Schussleistung ist einen Tick besser als bei der A2 und A3 Versi- on. Insgesamt also sehr gut für solch eine kompakte Waffe. Die Kugeln fliegen recht weit mit hoher Präzision und fangen erst gegen Ende der Flugbahn an tatsächlich zu streuen, ehe sie daraufhin recht schnell zu Boden fallen. Die Schussenergie der MP5 SD3 ist im Schnitt etwas höher, als die der nicht schallgedämpften MPs, da der Lauf, welcher normal kurz hinter dem Korn aufhört, bei dieser MP5 weiter durch den ganzen Schalldämpfer hin- durch verläuft. Generell gilt bei Gaswaffen, dass ein längerer Lauf mehr


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