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munikations- und Führungszentren, Artillerie- und Raketenstellungen, Brücken, Häfen, Nachschubbasen, Bunkern oder sonstigen besonders wertvollen Stellungen des Feindes. Diese Überfälle oder Kommandoun- ternehmen auf „wertvolle Ziele“ werden im Handstreich entweder an der Front oder aber, nach erfolgreicher Infiltration, tief im feindlichen Hinter- land durchgeführt. Ein weiteres Aufgabengebiet ist die taktische Aufklärung sowie die Ber- gung von in Not geratenem militärischen Personal oder Ausrüstung hinter feindlichen Linien mit geringer Eindringtiefe (meist bis zu 30 Kilometer). Viele dieser Einheiten oder Spezialkräfte sind auch für Sabotage und Such- und Rettungseinsätze in Gefechtssituationen (CSAR), um gege- benenfalls abgeschossene oder notgelandete Piloten hinter feindlichen Linien zu bergen, ausgebildet. Ausrüstungsgegensätze und Parallelen Aufgrund des sehr anspruchsvollen Aufgabenspektrums, dem sich heute Spezialkräfte und kommandoartig strukturierte Sondereinheiten stellen müssen, wurde es zwingend erforderlich, die luftgestützte und boden- gebundene Mobilität dieser Kräfte zu erhöhen, die persönliche Ausrüs- tung an die militärischen Szenarien anzupassen und zu optimieren. Dies führte in vielen Streitkräften der Welt zu höchst unterschiedlichen Aus- rüstungskonzepten, die nahezu maßgeschneidert auf die jeweiligen nati- onalen Streitkräfte und ihre unterschiedlichen Aufgaben sind. Die maßge- schneiderten nationalen Lösungen sind nicht in allen technischen Fällen mit denen anderer Nationen und deren Einheiten kompatibel. Dies fängt bei den verwendeten Funkgeräten an und hört bei Tragekonzepten für Ausrüstungen auf. Doch anderseits gleichen sich in vielen Punkten die Ausrüstungskonzep- te und die Forderung an bestimmte militärisch-technische Eigenschaften von Ausrüstung und Material in geradezu erstaunlicher Weise. So sind alle Spezialkräfte sehr darauf bedacht, ihre gesamte Ausrüstung für den militärischen Auftrag mitzuführen. Dies zwingt den Soldaten, je nach Kampfauftrag, ein Ausrüstungsgewicht von bis zu 45 kg mitzuführen. Ein Großteil des Gewichts entfällt dabei auf die persönliche Schutzausrüs- tung des Soldaten, wie die ballistische Schutzweste und den Helm. Hinzu kommen dann meist noch zwei Handwaffen wie Gewehr und Pistole, Mu- nition für beide Waffen, Handgranaten, Wasser und Verpfl egung, Schlaf- sack, Zelt, Funkgerät, medizinische Notfallausrüstung für den Eigenbe- darf, gegebenenfalls Sprengstoff oder ein weitreichendes Waffensystem wie ein Lenkfl ugkörper oder eine Rohrhandwaffe. Trotzdem müssen Spezialkräfte oder Kommandoeinheiten im Gelände hoch beweglich sein, um sich schnell jeder militärisch-taktischen Lage anzupassen. Dennoch war in der Vergangenheit ein Zuwachs im Ausrüstungsgewicht nicht zu verhindern. Aufgrund der hohen Komplexität der militärischen Auftragserfüllung und der unbedingten militärischen Notwendigkeit einer großen Durchhalte- und Überlebensfähigkeit auf dem Gefechtsfeld, ist eine Gewichtsreduzierung des mitzuführenden Materials gleichzusetzen mit der Quadratur des Kreises. Dennoch arbeiten viele Nationen an mi- litärischen Konzepten, die Ausrüstung des Soldaten deutlich zu erleich- tern, um seine Beweglichkeit auf dem Gefechtsfeld zu verbessern. Trotz der Einführung modernster Werkstoffe bei der Herstellung ballis- tischer Schutzwesten, leichter Tragesystemlösungen für Ausrüstungen und verschiedenster Verbesserungen in den eigentlichen Ausrüstungs- konzepten, gelang keine signifikante Reduzierung des Gewichtes. Immer wenn das Ausrüstungsgewicht des Soldaten verringert werden konnte, wurde es an anderer Stelle wieder draufgeschlagen. Ähnlich sieht es bei den optischen Geräten aus. Für den Soldaten ge- hören heutzutage Nachtsichtgeräte / -optiken zur Standardausrüstung. Allerdings benötigen diese relativ viel Strom und werden durch Batterien gespeist. Die Schnellladebatterien wurden in der Vergangenheit immer leichter und langlebiger, aber der Stromverbrauch der Nachtsichtgeräte nimmt ebenfalls durch höhere Leistungsanforderungen zu. Um diesem (Quelle: Dynamit Nobel Defence)


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