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auch von den Kosten her unsinnig wäre. Fazit des Einsatzes Über den Zeitraum von einem Jahr produzierte die Bundeswehr in einer von Hungersnot und Dürre geplagten Region bis zu 450.000 Liter saube- res Trinkwasser täglich. An Spitzentagen wurden knapp 600 Tonnen an Versorgungsgütern bewegt und lagerten neben 120.000 gekühlten Es- sensrationen auch 500.000 Liter Brennstoff ein. Ob man von einem Erfolg sprechen kann, ist bei vielen umstritten, jedoch muss man hier auch die Gesamtsituation betrachten. Sicherlich war die gewaltige Struktur, die man aufbaute um einen nicht eingetroffenen indi- schen Verband zu unterstützen ein Schuss in den Ofen. Auch gelang es nicht die Großlage des Landes in Richtung Frieden abzuändern und so den Hauptauftrag zu erfüllen. Zu viele Faktoren wie Ignoranz und Brech- stangenpolitik der USA wussten dies zu verhindern. Für die Bundeswehr selbst muss man aber eine äußerst positive Bilanz ziehen. Man hat erstmalig ein großes Kontingent an Einsatzkräften über tausende Kilometer verbracht, die Streitkräfte haben untereinander in ei- nem Realfall kooperiert und sie hätten den an sie gestellten Auftrag wie geplant erfüllen können. Die Erfahrungen, welche man aus der UNOSOM II zog, spiegeln sich noch heute in den Abläufen der Truppe und waren von unschätzbarem Wert bei der Umstrukturierung der Bundeswehr von einer Armee der Lan- desverteidigung zu einer Out-of-Area-Einsatztruppe. Sicherlich lief noch nicht alles rund, die persönliche Ausrüstung und Ein- satzvorbereitung konnte man eher als blauäugig betrachten - jedoch muss man auch den Sprung verstehen, dass nicht einmal 50 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs wieder eine große Anzahl bewaffneter deut- scher Soldaten in einem Kriesengebiet tätig werden. Schade ist jedoch, dass solche Einsätze als auch bspw. der nahezu pa- rallel verlaufene Hilfseinsatz in Kambodscha oder der vorangegangene Einsatz eines deutschen Flugabwehrraketengeschwaders im Rahmen der Operation Desert Storm, nahezu kaum in der Erinnerung haften blei- ben. Für die damals beteiligten Soldaten kann man nur seinen Respekt zollen, denn einerseits hatte kaum einer, der in diesen Zeiten zur Bun- deswehr kam mit einem solchen Einsatz gerechnet, noch war man wirklich gut auf das, was einen erwartete vorbereitet worden. In vie- len Bereichen wurde den Soldaten nicht eine klassische, soldatische Tätigkeit abverlangt, sondern man baute auf Improvisationstalent und selbstständiges Lösen von Problemen. Das internationale, gute Ansehen dieser Männer, kam nicht zuletzt uns allen zugute - denn Deutschland übernahm zwar langsam aber beständig wieder seine Kopfbereich: BW Tropenhut Oberkörper: BW T-Shirt (oliv); BW Lochkoppel; 2x G3 Magaz. Taschen (oliv); BW Feldflaschentasche (oliv); BW SpliSchu; ZF Tasche (oliv) Beinbereich: F2 Feldhose (Frz./ oliv); BW Tropenstiefel (1. Mod/ schwarz) Bewaffnung: HK G3A4 (FschJg Variante)


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