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Hilfsmaßnahmen und Eigengefährdung nicht länger im Lot waren. Die- sem internationalen Trend folgend, beschloss die Bundesregierung eben- falls schon am 20. Dezember 1993 die Rückverlegung der deutschen Soldaten. Hierbei sollte zuerst der gesamte Verband unter Schutz der US Streit- kräfte auf dem Landweg nach Mogadischu verlegen. Danach sollte das Großgerät auf Schiffe der Handelsmarine verlastet und rückgeführt wer- den, während die Soldaten ausgeflogen würden. Anhand der Situation in Mogadischu und der Absage der USA einen der- art großen Verband zu schützen, musste man dieses Vorhaben jedoch verwerfen. Im Rahmen der daraufhin neu geplanten Operation „Southern Cross“ wur- de dann vom 27. Januar bis zum 15.April 1994 der „Unterstützungsver- band Somalia“ durch die Bundesmarine zurückverlegt. Hierbei teilte man das 2. Einsatzkontingent in sechs Rückverlegungskontingente auf. Die jeweiligen Kontingente fuhren über den Landweg (330km) in den Hafen von Mogadischu, verlasteten das schwere Gerät auf Handelsschiffe und stiegen Kriegsschiffen der Bundesmarine zu. Durch die angespannte Sicherheitslage in der Stadt handelte es sich jeweils um gut geplante „Blitzaktionen“ um die Gefahr von geplanten Angriffen zu minimieren. Für den Zustieg von jeweils 100 Soldaten waren nur 10 Minuten ein- kalkuliert bei einer Gesamtliegezeit eines Schiffes von lediglich 20 Minuten - insgesamt ergab sich ein Hafenaufenthalt von jeweils nur einer Stunde. Aus den Randgebieten Mogadischus rechnete man mit Scharfschüt- zenfeuer auf die abrückenden Soldaten. Die Hafenanlage selbst wurde bereits zuvor von UN-Partnern mit Containerbarrieren ab- gesichert. Für einen weitläufigeren Schutz sorgte der landseitige Einsatz von Mk.20 Wieseln, welche im Falle eines Angriffes den Gegner mit ihrer 20mm BMK niederhalten sollten - während seeseitig die Marine ebenfalls mit ihren 20 und 40mm Ge- schützen Wirkungsfeuer auf etwaige Stellungen richten konnte. Die Soldaten wurden über zwei Tage nach Mombasa verschifft, von wo aus sie über den Luftweg nach Deutschland eingeflo- gen wurden. Durch den eiligen Abtransport über den Hafen von Mogadischu, wurde einiges Großgerät wie z.B. kilometerreiche Bundeswehr Lkw zurückgelassen. Hier entschied man, dass eine Rückfüh- rung zeitlich, sicherheitstechnisch als Kopfbereich: BW Tropenhut; BW Staubschutzbrille (schwarz) Oberkörper: F2 Feldbluse (Franz./ oliv); BW Lochkoppel; 2x G3 Magaz. Ta- schen (oliv); BW Feldflaschentasche (oliv); BW SpliSchu Beinbereich: F2 Feldhose (Frz./ oliv); BW Tropenstiefel (1. Mod/ schwarz) Bewaffnung: HK G3A4 (FschJg Variante)


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