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re Teile der Luftlandebrigade 26 unter dem Kommando von Oberst Hel- mut Harff stellten den Leitverband und umfassten Pioniere, Sanitäter und Fernmelder. Die Stärke war 1.725 Soldaten. Im zweiten Kontingent wurde diese Aufgabe von den Gebirgsjägern der GebJgBrig 23 unter Oberst Holger Kammerhoff übernommen. Das Kontingent wurde auf 1.300 Soldaten reduziert und bestand aus zwei Sicherungskompanien, einer Fernmelde-, Instandsetzungs-, Pionier-, Transport- und ABC-Abwehrkompanie, sowie einem Zug der Operativen Information. Des weiteren waren immer Heeresflieger und Transall Transportflugzeu- ge der Luftwaffe verfügbar. Im zweiten Kontingent baute man über dies auf eine schnelle Einsatzeinheit, welche im Falle aller Fälle innerhalb von 24-72 Stunden die Einsatzeinheiten in Somalia unterstützen hätte kön- nen. Diese wurde von den Kommandos der 5. FschJgBtl. 261 gestellt, welche permanent in Alarmbereitschaft gehalten wurden. Der Einsatz Nach dem Erreichen des Einsatzraumes begann man mit dem Aufbau eines regionalen Logistikzentrums, sowie der Errichtung von Wasserauf- bereitungsanlagen. Die Campstruktur stand und das Eintreffen (Oktober) der benachbarten und zu unterstützenden Indischen Kampfbrigade in Matabaan war vorbereitet. Kurz nach der Errichtung dieser Strukturen, wurde jedoch bekannt, dass die Inder nicht kommen würden. Gründe wurden offiziell keine richtigen genannt. Letztlich kann man jedoch davon ausgehen, dass schlichtweg die Notwendigkeit verloren ging in einer eh schon be- friedeten Gegend des Landes eine Kampfbrigade zu stationieren. In Deutschland stand man nun vor einem innerpolitischen Prob- lem. Die Notwendigkeit des Einsatzes wurde als äußerst wich- tig angepriesen, jedoch wurde dieser durch die Umsetzung in besagter Region als auch den Wegfall der zu unterstützen- den Inder ad absurdum geführt. Man wollte jedoch unbedingt verhindern den Einsatz als Seifenblase aussehen zu lassen, weshalb man konzeptlos einfach zu einer regionalen Entwick- lungshilfe umschwänkte. Unter dem Strich wurde ein derartiger Einsatz nie als primär angesehen, noch lag ein Konzept für dessen Umsetzung vor. Natürlich resultierte daraus ein Bonus bei den Somalis, da diese ebenfalls wussten, dass die Deutschen auf Ihre Mög- lichkeiten streng limitiert waren. Während andere Nationen dazu berechtigt waren mittels direkter Gewalteinwirkung „frie- densbildende Maßnahmen“ durchzusetzen, war das deutsche Kontingent darauf begrenzt sich nur im Falle eines direkten Kopfbereich: BW Tropenhut Oberkörper: BW Kurzarm Feldhemd (oliv); UN Armbinde Beinbereich: F2 Feldhose (Frz./ oliv); BW Tropenstiefel (1. Mod/ schwarz) Bewaffnung: MP2A1


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