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Auftrag des Deutschen Unterstützungsverbands Ursprünglich sollten die deutschen Blauhelme in Beledweyne die logis- tische Unterstützung von rund 4000 Soldaten anderer Nationen über- nehmen. Sofern Kapazitäten frei wären, würde man auch humanitäre Hilfsgüter umschlagen, transportieren und verteilen. Die Masse der Ver- sorgungsgüter sollte über den Landweg abgewickelt werden, da die im Camp anliegende Startbahn nur eine Schotterpiste sei und lediglich dafür ausgelegte Flugzeuge wie die Transall zuließe. Der Grund die Bundeswehr nur logistisch einzusetzen war Vorausset- zung bei der Kontroverse zur Abänderung des Grundgesetzes, welches ursprünglich das Militär nur zur Landesverteidigung einsetzbar machte. Auch suchte man sich gezielt die Region Hiiraan (ca. 300 km nördlich von Mogadischu) aus, welche als relativ befriedet galt und man aus Ent- wicklungshilfe-Einsätzen der 70er und 80er Jahre bereits auf Kenntnisse, Bekanntschaften und Erfahrung zurückgreifen konnte. Für die Bundeswehr handelte es sich ebenfalls um eine Generalprobe zukünftiger Einsätze. Noch nie wurde über eine derartige Distanz ein Ein- satzkontingent verlegt. Man sammelte somit wichtige Erfahrungen bei der Verlegung von den über 1.700 Soldaten des ersten Kontingents, deren Material und der logistischen Aufrechterhaltung des Einsatzes. Der Weg nach Somalia Kurz vor Weihnachten 1992 erfolgte der erste Kabinettsbeschluss, welcher den Einsatz greifbar machte. Im Mai 1993 begann die Bundeswehr den Einsatzraum zu erkunden und als Vorkomman- do mit der Errichtung grundlegender Strukturen. Diese waren materieller als auch regionalpolitischer Natur. Durch die so ge- wonnenen Informationen konnte man den an die Bundeswehr gestellten Auftrag präzisieren und bis Anfang Juni die letztendliche Struktur des Unterstützungsverbands fixieren. Direkt nach dieser Festlegung der Kontingentstruktur erfolgte im Juli 1993 die Einsatz-Vorausbildung in der Kampftruppenschule Hammel- burg. Parallel wurde bereits das Großgerät nach Somalia verschifft, wel- ches somit auf eine dreiwöchige Reise ging. Die Einsatzbereitschaft des zwischenzeitlich nach Somalia verlegten Verbandes wurde Ende August 1993 gemeldet. Beteiligte Bundeswehreinheiten Die deutschen Kontingente in Somalia bestanden aus verschiedenen Einheiten. So übernahmen die Sicherungsaufgaben des Vor- und ers- ten Kontingents die Fallschirmjäger des FschJgBtl 261 aus Lebach. Ihre überragende Leistung in Somalia wird noch heute hoch anerkannt. Ande- Kopfbereich: UN Barett Oberkörper: F2 Feldbluse (Frz./ oliv); UN Armbinde Beinbereich: F2 Feldhose (Frz./ oliv); BW Tropenstiefel (1. Mod/ schwarz) Bewaffnung: HK G3A4 (FschJg Variante)


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