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tene Ohren, welche zwar eine Veringerung des geschützten Bereichs bedeuteten, man jedoch hier Wirkung vor Schutz stellte. Dieses Problem hat man bis heute nicht wirklich gelöst und lediglich der Ansatz über den MICH TC2002 war vorhanden, da diese, derzeit letzte Glockenform über einen halbausgefrästen Ohrschutz verfügt. Die Bundeswehr hatte nun ein Problem, insgesamt vier Helmtypen standen den DSO-Troopern zur Auswahl, wobei nur der Sprunggefechtshelm 828 von der Wehrtechnischen Dienststelle auf Herz und Nieren geprüft wurde – bei dem Rest sagte man sich ins- geheim: „Was die US Army verwendet kann nicht schlecht sein“ – was faktisch hier auch zutrifft. Dennoch konnte man diesen Zustand nicht bei- Schuberth 828 behalten, was zu einer Überarbeitung des 828 führte. Beim einen Prototypen schnitt man aus dem 828 die Ohrbereiche aus, beim späteren laminierte man eine völlig neuartige Helmglo- cke, in welcher man schon Auflageflächen für MSA MICH die LUCIE (Nachtsichtgerät) vorsah usw.. KEJO SF Der Bedarf an dem neuen Helm war groß, aber den MICH wollte man ebenfalls nicht offiziell ein- führen, da man seine Vorbehalte gegen den Gelpad Innenhelm hatte. Die Lösung fand man dann 2010 bei dem US Hersteller Kejo. Dieser hatte einen Helmliner in einen MICH TC2001 gebaut, welcher die von der WTD gese- henen Vorteile des MICH mit denen des 828 verband. Der Kejo SF Helmet wurde nach einigen Tests an die DSO Einheiten aus- gegeben und erfüllt seitdem seinen Dienst als neuer Sprunggefechtshelm der Bundeswehr. Egal ob beim KSK, den Fallschirmjägern oder ausge- stattet mit Augenmonitoren für die FACs (Forward Air Controller) der Luft- waffe – der Helm ist angeblich anwenderfreundlicher, erfüllt modernere Maßstäbe und soll seine Vorgänger in allen Bereichen toppen. Kejo SF & Crewman Diese Aussage können wir nur bestätigen, denn der US Kejo SF und Stahlverbindungsstücken bestand, so ist es bei Crewman Helm sind gut. Der gerade erwähnte Crewman von Kejo ist Kejo ganz anders. Die einzigen Metallteile sind nahezu identisch mit dem gezeigten SF Helm, jedoch ist der Ohrenaus- die Metallschrauben, welche das Nylon am Helm halten. Aus Hartplastik schnitt etwas höher und rund. In Verbindung mit einem Fahrzeugsprech- bestehen die Zugschnallen an den Riemen und der Verschluss. Aus har- satz daher besser geeignet und deshalb ebenfalls in Verwendung bei der tem Gummi ist der Kinnschutz, welcher für sicheren Halt sorgt. Für Klima- BW. tisierung sorgt ein Netz,welches unter Spannung auf dem Kopf aufliegt. Nimmt man das Inlet unter die Lupe, so wirkt es anfänglich nicht son- Der Stoßschutz wird durch abgespannte Nylonbänder im Helm gewährt, derlich hochwertig, da das verwendete Nylon der Bänder etwas glänzt welche auftreffende Energie sicher verteilen. Auf der Stirn und Hinter- und grob erscheint. Dieser erste Eindruck täuscht aber, denn es han- kopfseite liegt der Kopf auf einer gepolsterten Lederfläche auf, was in delt sich um einen robusten Gefechtshelm mit einigen Überraschungen. Kombination mit dem Netz ein wirklich bequemes Gefühl vermittelt. Der Während frühere Helmliner aus Nacken wird wie beim MICH mit einem Polster gestützt und sorgt mit den schwerem Leder, dicken Nackenbändern für Sicherheit vor Verrutschen bei Sprüngen. Kunststoffpolstern und Natürlich helfen diese Eigenschaften sehr gegen das Back Face Trauma bei einem Treffer, was mit die Wichtigste Eigenschaft des Helms ist. Er erfüllt die gängigen Schutzklassen der STANAG 2920 und den US Mil Std 662F mit den NIJ Standards - der Helm erreichte die US Schutzklasse IIIA. Mit das beste Feature ist jedoch das klettbare Nylonband über den Oh- ren. Hier kann man problemlos ein Headset anbringen, welches auch nach Abnehmen des Helmes sicher im Helm bleibt. Das typischen Head- set-Gewurschtel das man vom MICH kennt bleibt aus. Im Vergleich zum Schuberth 828 (1498g) ist der Helm ein Fliegengewicht, denn er bringt nur 1116g auf die Waage. Auch im Preisvergleich ist der Kejo sehr gut angeordnet. Mit gerade mal 300 US-Dollar liegt er deutlich unter seinen Konkurrenten bei selbem Leistungsvermögen der Glocke und unserer Meinung nach ausgeklügelterem Innenhelm. Schuberth schläft nicht und der nächste Sprunggefechtshelm ist längst in der Mache. (VL) M1A1LL


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