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liebt war. Zu breit, zu bullig und irgendwie wollte sie nie ein gutes Gefühl vermitteln. Es mag viel Subjektivität eine Rolle gespielt haben, jedoch suchten die Soldaten nach Alternativen und griffen dabei gerne in die eigene Tasche, denn zur Jahrtausendwende unterschied sich der Gehalt eines KSK Troopers nur um wenige DM von dem eines regulären Solda- ten – ebenso eine dezentrale Beschaffung bei weitem schwieriger war als es heute der Fall ist. Die Lösung fand sich in dem gerade aufblühenden Zivilmarkt für Militär- artikel. Der Kosovo Einsatz hat die Mängel in der STAN Ausrüstung of- fenbart und die Wirtschaft hat reagiert. Einer der Ersten war hierbei KHS, welcher im Gegensatz zu anderen mit hochwertigen Materialien arbeitete und Dinge heraus brachte, welche wirklich Sinn machten. Darunter fällt z.B. auch die KHS Einsatzweste, welche zwar stark an die R1 ange- lehnt, jedoch deutlich robuster, leichter und hochwertiger in der Materialbeschaffenheit war. Von dem Hersteller folgte einiges und er hatte die Rolle inne, wie sie heute Lindnerhof Taktik hat. Abseilsäcke, Schnellziehholster, Berghausnach- bauten, Medicpouches usw. alles in Flecktarn und hochwertig – damals ein absolutes Novum. Die Alternativen zur KSK Weste fanden die Kommandosoldaten aber auch bei ausländischen Herstellern wie z.B. Arktis aus Großbritan- nien, welche auf Wunsch ihr Sortiment in Flecktarn fertigten. Wäh- rend zu dieser Zeit also reguläre Soldaten ihren Lohn für die KSK Weste auf den Kopf schlugen, nur weil die Weste offiziell beim KSK war, kümmerten sich die Calwer um Ersatz. Mit Beginn des Afghanistankriegs 2002 änderte sich einiges in Calw. Zwar setzte sich der damalige Kommandeur General Günzel schon seit seiner Kommandoübernahme 2000 für bessere Ausrüstung und höhere Gehälter ein, jedoch stieß es trotz vorangegangenen Einsätzen unter KFOR Mandat meist auf taube Ohren. Nun war das KSK aber die Speerspitze der Bundeswehr im ISAF Einsatz, operierte gemein- sam mit Einheiten anderer Nationen und es war nicht länger ver- antwortbar, dass die Männer einerseits sehr viel ihres hart ver- dienten Geldes für Ausrüstung liegen ließen und andererseits mit schlechter Ausrüstung die gleichen Operationen wie die Alliierten ausführten. Das Sortiment wurde schnell durch Westen von Blackhawk aufge- stockt. Bekanntheit erreichte hierbei die schwarze Blackhawk Draeger Vest, welche über das Buch „KSK“ von Reinhard Scholzen zum ersten Ausrüstung (Bild links): Kopf: Kejo SF Helm, Peltor ComTac II, Bolle X800, BW Sturmhaube, MS2000 Oberkörper: KSK Feldbluse, Lindnerhof Plattenträger, Serpa Holster, Streamlight Sidewinder, VIP Light, Oakley Assault Gloves, Peltor PTT, Beine: KSK Hose, Rigger Belt, Haix P9, Pohl Force Alpha 2 Bewaffnung: G36-KA2, P8


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