Page 23

ASM_21

war zumindest die offizielle Geschichte, denn sein Freund mit dem er fliegen wollte, wurde am Flughafen festgenommen, da seine Eltern ihn meldeten. Der Grund war der, dass er laut Aussage seiner Eltern in ein Terrorcamp nach Afghanistan wollte um gegen die USA zu kämpfen. Also flog Kurnaz ohne ihn auf die „Pilgerreise“ wurde aber von pakis- tanischen Behörden bei einer Routinekontrolle festgenommen. Von den Pakistani wurde er an die USA übergeben und für über 4 Jahre in Quan- tanamo inhaftiert. Als er 2006 freigelassen wurde und wieder in Deutschland war, beschul- digte er Soldaten des KSK ihn 2001 in Afghanistan misshandelt zu ha- ben. Wie immer führte Eines zum Anderen... Die Bundeswehr stritt die Vorwürfe ab, die Presse witterte eine Verschwörung und die Schlagzeilen lauteten nicht länger „Was wollte der Kerl eigentlich da drüben?“ sondern „Folterten KSK Soldaten Kurnaz?“. Das Image gegenüber der Öffentlich- keit war erneut stark beschädigt worden. Die PR der Bundeswehr ist bezüglich des KSK ebenfalls ein Reinfall und man veralbert dabei nebst der Bevölkerung auch irgendwo die Solda- ten. Gerne spricht man vom „Bürger in Uniform“ und „wir nehmen keine Rambos“. Fakt ist aber, dass ein KSK Soldat der nicht gerade vor einer Kamera steht vom Gegenteil überzeugt sein muss um überhaupt den An- forderungen entsprechen zu können. Natürlich sieht er sich nicht als Einzelkämpfer, sondern Teamplayer, aber Rambo war nun einmal auch so der beste Kerl im Einsatz – und genau das weiß auch ein Trooper von sich bzw. seinem Trupp zu behaup- ten, möchte er bestehen. Auch der „Bürger in Uniform“ ist so eine Sache, denn primär ist man Soldat für die Bürger und sieht sich selbst nicht wirklich auf dem Sofa mit Chips bewaffnet im Fernseher Talkshows ansehen. Was stimmt also nun? Streichen wir die Politik, PR und die Meinungen der in diesem Fall meist unwissenden Bevölkerung weg, so bleibt eine Einheit, die im internationalen Vergleich von Spezialeinheiten berechtigterweise ganz oben mitmischen kann. Bestehend aus Vollblutsoldaten, die freiwillig bereit sind für wenig Geld an ihre Leistungsgrenzen zu ge- hen und ihr Leben zu riskieren, hat man zumindest militärisch ein sehr wertvolles Gut in ihnen gefunden. Man muss nicht mögen, was die Politik oder Presse mit dem Kom- mando macht, aber man sollte dennoch würdigend anerkennen was die Männer des KSK aus Überzeugung der Rechtschaffenheit bereit sind für uns zu leisten. Ausrüstung (Bild links): Kopf: BW Sprunggefechtshelm, Sturmhaube Oberkörper: Heim KSK Weste, Arktis Smock, Shemag, BW Kampfhandschuhe Beine: KSK Feldhose, KSK Holster (zu Weste gehörend), Lowa Combat Boot GTX Bewaffnung: G36-KA2, P8


ASM_21
To see the actual publication please follow the link above