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Jetzt habe ich aber von einem Krieg geschrieben, den es ja offiziell nicht einmal gibt, denn würde die Regierungspartei von Krieg sprechen, wäre dies ebenfalls negativ im politischen Beliebtheitsringen, also ist es offi- ziell weiterhin ein Konflikt. Dass Soldaten für uns ihr Leben geben wird weder gewürdigt noch gesehen – ein absoluter Schandfleck in unserem Nationalverhalten. Versteht es nicht falsch, ich finde es gut, dass wir Deutschen keinen Ka- davergehorsam mehr leisten und die Lösung immer zuerst demokratisch und friedlich suchen – das ist gut! Leider ist es aber soweit gekommen, dass wir unsere Soldaten zu einem Politikum machten und jeder ihnen den schwarzen Peter zuschiebt, sobald man irgendjemanden über sie denunzieren kann. Die Grünen machen Wind gegen den Afghanistan- einsatz, aber dass der erste richtige Auslandseinsatz von ei- nem grünen Verteidigungsminister abgesegnet wurde ist schon wieder vergessen. Morgen sind dann wieder die Anderen im Amt, während die Jetzigen dann erneut die Bundeswehr als Brechstange gegen sie verwenden werden usw.. Sollte jetzt jemand meinen, dass es mir leicht gefallen ist diese Worte zu schreiben, so irrt er. Auch ich als Autor weiß, dass dieser Text eine Grad- wanderung ist, weil ich sehr leicht in eine Schublade abgeschoben wer- den könnte – in welche ich weder möchte noch hineingehöre. Die Zeilen basieren aber auf meinem (hoffentlich gesunden) Nationalbewusstsein und dem Verständnis weshalb die Dinge so sind wie sie sind. Damit wären wir auch bei dem eigentlichen Problem des KSK. In unserer pazifistisch orientierten Gesellschaft möchte man keine Eliten! Während in der normalen Truppe, beispielsweise bei den Fallschirmjägern, jeder Mindergeistreiche genommen wird, sofern er sportlich ist und bis 10 zäh- len kann, steht dem Eintritt in die Kommandokompanie ein schwieriges Eignungsfeststellungsverfahren zuvor. Es wird also unweigerlich eine Eli- teeinheit gebildet, welche aus durchtrainierten Kämpfern besteht, die in den physischen wie psychischen Fähigkeiten sich weit über Durchschnitt bewegen. Die gewollte PR für die Einheit wurde dabei nicht wirklich unterstützt, als die ersten Bilder die Soldaten in schwarzen Uniformen zeigten und na- hezu keine Informationen preisgegeben wurden. Die Linken zogen gleich den „Das ist wieder SS-Joker“, während die Rechten dies ebenfalls hi- neininterpretieren wollten um es mit ihrem verdrehten Weltbild zu ver- knüpften. Also wurde der Mythos KSK in der Mitte des Volks ebenfalls schnell zu einem Selbstläufer, denn Militär ist schlecht, militärische Eliten noch Ausrüstung (Bild links): Kopf: Watchcap schwarz Oberkörper: R2 Weste (IDF Typ), Panzerkombi, US Nomex Pilotenhandschuhe, AN-PRC 148 Beine: BW Kampfstiefel (altes Modell), Eagle Ind. SAS Holster Bewaffnung: G36-K, P8


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