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Um die Ziele zu verwirklichen, zog man seitens der Japaner nun immer Peleliu stärker die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft. Auf Tinian starben rund Gestärkt durch die andauernde Siegessträhne der USA, griff man am 15. 15.000 Zivilisten durch Artilleriebeschuss, Luftangriffe und Suizid. Ganze September etwas überheblich Peleliu an. Dieser Leichtsinn kam die Ame- Dörfer starben freiwillig oder wurden von den Japanern umgebracht, um rikanern schwer zu stehen. Mit rund 2.336 Toten und 8.450 Verwundeten der Schmach der Gefangenschaft zu entgehen. strich man auf dieser Insel hohe Operzahlen ein. Zwar wurde im Gegen- zug die 14. japanische Division mit einer Stärke von 11.000 Mann ver- Das Ende der Kampfhandlungen wurde am 1. August bekannt gegeben nichtet - und man machte lediglich 202 Gefangene - dennoch schwäch- und ging einher mit der völligen Aufreibung der japanischen Streitkräfte. te diese Schlacht die US Streitkräfte sehr. Die Gefechte dauerten vom Die USA begannen direkt mit dem Ausbau der Flugplätze, da hier voral- 15.09. bis 25.11.1944 und endeten mit der vollständigen Aufreibung der lem die Bomber für den Angriff auf das japanische Mutterland stationiert Kaiserlichen Streitkräfte. werden sollten. Tinians dunkelste Stunde schlug jedoch erst am 6. August 1945, als der B-29 Bomber Enola Gay zum Atombombenabwurf über Hi- Iwojima roshima von dort aus startete. Zuvor jedoch starteten die US Streitkräfte Die vermutlich bekannteste Schlacht von Landstreitkräften erfolgte vom Richtung Peleliu. 19.02. bis 26.03.1945 auf der Japanischen Insel Iwojima. Keine 1200km vor Tokio gelegen, war die Insel der Schlüssel zur Invasion Japans. Hatte man die Insel, so konnte man Nippon auch mit Jagdbombern und Jägern erreichen und so die Lufthoheit über der Insel erzielen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, warf Japan rund 21.000 Soldaten in die Schlacht, während die USA mit ca. 30.000 Marines anlandeten. Da die letzten Gefechte zeigten, dass die Marines am Strand nicht aufzuhal- ten sind, setzte der japanische Kommandeur alles auf die Verteidigung des Vulkanbergs. Ausgebaut mit Tunneln wartete man auf die Ankunft der Marines und stellte sich auf einen Abwehrkampf ein - die Insel strotzte vor Verstecken und Hinterhalten. Nach dreitägigem Marineartilleriebeschuss und der Anlan- dung am 19. Februar, verloren die Marines schon am ersten Tag 2.400 Soldaten. Über die kommenden Tage kam es zu einem erbitterten Kampf um jeden Felsvorsprung, jede Höhle und Fläche der Insel. Von rund 110.000 US Soldaten fielen 6.821 - 19.217 wurden verwundet. Japan beklagte ca. 18.000 Tote und nur 216 wurden gefan- gen genommen. Der Weg nach Japan war frei. Okinawa Mit dem Wissen nun die Füße auf das japanische Mutterland zu setzen, began am 1.4.1945 die Schlacht um Okinawa mit der Anlandung von 183.000 Soldaten. Eine Zahl, welche bis zum Fall der Insel auf 600.000 Mann erhöht werden sollte. Nicht nur für die USA sollte es eine der ver- lustreichsten Schlachten werden. Über 2 1/2 Monate dauerten die Ge- fechte und 12.520 US Soldaten fielen, während 39.000 verwundet wur- den. Japans verluste beliefen sich auf etwa 107.000 Tote, wobei sich hier zum ersten mal Japaner in einer Stärke von ca. 7.400 Mann ergaben oder gefangen wurden. Die Zivilbevölkerung traf es am härtesten mit etwa 122.000 Toten. Okinawa erhielt den traurigen Spitzna- men „Insel der Toten“. Anhand der hohen Verlustrate war man sich seitens der USA im Klaren, dass Japan nur mit höchsten Opferzah- len einzunehmen sei - Schätzungen beliefen sich auf ca. 300.000 Tote. Die fanatisierte Bevölkerung Japans und die weiterhin nicht zu unterschätzenden Streitkräfte stellten sich auf einen selbstvernichtenden Endkampf ein. Mit dem Abwurf der beiden Atombomben über Hiroshima und Nagasaki wendete sich das Blatt und Japan wurde die bevorstehende Vernichtung schon frühzeitig vor Augen geführt. In Folge dieser verherenden Bombenabwürfe kapitulierte das Kaiserreich und der Pazifikkrieg galt offiziell als vorbei. Schätzungen zufolge ließen dabei insgesamt ca. 13,5 Millionen Menschen ihr Leben. Eine der dunkelsten Etappen der Menschheitsgeschichte war zu Ende. (VL) Ausrüstung (Bild links): Kopf: M1 mit Helmtarnbezug Oberkörper: USMC Feldbluse Pazifiktarn Beine: USMC Feldhose Pazifiktarn; M38 Gamaschen; US Service Shoe Equipment: M28 Haversack; M36 Koppel; 2x M36 Magazintasche; Ka-Bar; 2x M10 Feldflasche; M10 Feldspaten (kurz); Tarnponcho; M4A1 Gasmaskentasche; M42 Verbandzeugtasche; 2x Bandoleers Bewaffnung: M1 Carbine


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