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sowie eine durch die 77th Infantry. Anhand der bei den Marines vorhan- Mit dem Wissen die Nachschubwege der Japaner abgeschnitten zu denen Amphibienfahrzeugen ging dies verhältnismäßig gut vonstatten. haben, wartete man in den Stellungen eine spürbare Schwächung des Die Army, welche nur Landungsboote hatte, kam hier deutlich unter Be- Gegners ab. Mit der Zeit stark dezimiert durch die Gegenangriffe und zur drängnis, da deren Strandabschnitt dafür sorgte, dass rund 400m vor Neige gehenden Vorräten und Munition, sah sich der japanische Kom- dem Strand die Einheiten über das Riff zum Strand waten mussten. Trotz mandeur mit dem Rücken an der Wand. aller Widrigkeiten schafften es alle Einheiten an den Strand und errichte- ten die Brückenköpfe. Wie sein Vorgänger auf Saipan, zog er sich ebenfalls mit seinen Truppen in die Bergregion der Insel zurück und errichtete dort eine neue Verteidi- Das größte Problem war die Versorgung mit Lebensmitteln und Material, gungslinie gegen die US-Streitkräfte. da die Landungsboote nicht über die Riffe bis an den Strand kamen. Erst nach etwa 3 Tagen und der Auslotung der Lücken im Riff konnte man die Versorgung wirksam aufbauen. In den anderen Punkten glich die Schlacht den vorangegangenen eben- falls. Die Japaner griffen vornehmlich bei Nacht an und konnten nur un- ter schweren Verlusten zurückgeschlagen werden. Mangels Nachschub bauten die Marines ihre Stellungen aus und rückten vorerst nicht in die Tiefe der Insel vor. Quelle: USMC Durch den Wegfall der direkten Angriffe an den Stränden konnten die Ma- rines dem Gegner Nachsetzen, und über die ganze Insel hinweg brachen kleinere Scharmützel aus. Mit dem Durchbruch der Verteidigungslinien am 3. und 4. August nahte das Ende der Gefechte, doch wollten die Japaner erneut nicht kapitulieren. Bis zum Tod kämpfend, gingen die Gefechte noch 6 Tage weiter - danach galt die Insel als erobert. Von 18.500 Japanern fielen 18.000 während der Kämpfe und nahmen rund 3.000 US-Soldaten mit sich. Der letzte japanische Soldat, der die Insel verließ, tat dies erst 1972 und lebte mit einer kleinen Gruppe von Soldaten fast 28 Jahre lang in einem Guerilli- akrieg, da er die Meldungen über die Kapitulation Japans für Propa- ganda hielt. Selbst nach dem Tod all seiner Soldaten harrte er noch aus, bis ihn ein Japanischer Camper auf der Insel überzeugen konnte. Gun So Yokoi Shoichi gilt noch heute als personifizierung der japanischen Verbissenheit im 2. Weltkrieg. Tinian Das „Island Hopping“ setzte sich nun in Richtung Japanisches Festland fort. Nach dem identischen Strickmuster verloren auch hier bei den schwe- ren Gefechten die Japaner von einstmals 8.050 Soldaten knapp 7.800. Durch die Überlegenheit der US Navy und vorallem derer Schiffsartille- rie und Flugzeuge - und auch der Unterstützung durch Bomberverbände von den bereits eingenommenen Inseln, ging es nun mit den japanischen Verteidigungsbemühungen spürbar zu Ende. Zwar hatte der Tiger noch seine Krallen, aber eine Niederlage des Kaiserreichs war absehbar. Je weiter man die Japaner jedoch zurück schlug, desto verbissener und menschenverachtender wurde gekämpft. Ausrüstung (Bild links): Kopf: M1 mit Helmtarnbezug Oberkörper: USMC Feldbluse Pazifiktarn Beine: USMC Feldhose; M38 Gamaschen; US Service Shoe Equipment: M28 Haversack; M23 Garand-Koppel; Tarnponcho; M45 Transporttasche; M10 T-Spaten (lang) Bewaffnung: M1 Carbine


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