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Wie sehr befestigt die Inseln waren, zeigte das Beispiel der Gefechte um Abemama. Hier konnte eine 25 Mann starke japanische Einheit das 15km breite Atoll gegen 68 Marines und 10 Pioniere rund 3 Tage halten. Selbst der überlegene Beschuss der Navy sorgte nicht für eine Kapitulati- on. Letztlich fielen 14 Japaner durch die Marineartillerie und 11 begingen Suizid - was zur Einnahme führte. Saipan (Marianen) Rund 2400km vor dem japanischen Mutterland liegend, war Saipan ei- nes des Kernziele der USA. Würde diese Insel eingenommen werden, so läge Japan in Reichweite der US Bomber. Dieses Wissen hatten auch die Japaner, weshalb die Insel mit Rund 31.000 Soldaten besetzt wurde. Am 13. Juni 1944 begann die US Navy mit dem Beschuss der Insel. 15 Zerstörer und Schlachtschiffe feuerten über zwei Tage und rund 165.000 Granaten die Insel sturmreif. Am 15. Juni um 7Uhr morgens leitete man die Landeoperation von 8.000 Marines ein, um einen Brückenkopf zu er- Quelle: USMC richten. Unter schwerem Artilleriefeuer der Japaner verloren die Marines rund 20 Schwimmpanzer, setzten jedoch die Operation fort um gegen In der Nacht kam es zu schweren Gefechten zwischen den immernoch Abend rund 10km Strandabschnitt mit 1km Tiefe zu kontrollieren. überraschten Japanern und den Marines, welche nur unter großen Ver- lusten zurückgeworfen werden konnten. Die Rettung kam am Folgetag mit der Landung der 27. US Infanteriedivision der Army. In den folgenden zwei Tagen arbeiteten sich die US Einheiten unter schweren Feuerge- fechten bis zum Aslito Flugfeld vor, welches die Japaner verließen. Nahezu zeitgleich wurde die Japanische Marine bei der Schlacht in der Philippinensee sehr stark getroffen und verlor mit 3 Flugzeugträgern Ihre Lufthoheit und Nachschubmöglichkeiten in dem Gebiet. Sich aushungernd sehend, verlagerte der japanische Kommandeur die Gefechte in die Bergregionen, was dazu führte, das von Höhle zu Höhle gekämpft wurde. Die Schlacht selbst ist den meisten bekannt aus dem Film „Windtalkers“, bei dem man den Einsatz von Navajo-Indianern als Fuerleitfunker der Artillerie veranschaulicht. Als die Japaner vor der Wahl zwischen verhungern oder ergeben stan- den, wählten sie die dritte Option und begannen mit Selbstmordangriffen auf die US Truppen. Rund 24.000 Japaner kamen in folge der Kämpfe ums Leben, während 1/5 dieser Zahl auf US Seite gefallen ist. Saipan galt am 9.7.1944 als erobert. Guam Als größte Insel der Marianen, wurde Guam im Gegensatz zu Saipan nicht ganz so stark befestigt. Dies lag daran, dass Saipan schon seit Ende des 1. Weltkriegs zu Japan gehörte und Guam erst nach der Ein- nahme Ende 1941 befestigt werden konnte. Der Ursprüngliche Plan sah vor, dass nur 3 Tage nach dem Angriff auf Saipan auch eine Anlandung in Guam erfolgen sollte. Durch die zuvor beschriebenen schweren Kämpfe auf Saipan, verzögerte dies jedoch die Invasionspläne um über einen Monat. Als es dann am 21. Juli zur Landung kam, sah man sich einem starken, natürlichen Gegner gegenübergestellt. Ein hoher Wellengang, scharf- kantige Riffe und steile Klippen. Wie schon bei den vorangegangenen Landeoperationen ging man gleich vor und hatte wie immer das Ziel das Flugfeld einzunehmen. Bei der Anlandung selbst versuchte man, gleich 3 Brückenköpfe zu er- richten. Zwei davon durch die 3rd Marine und 1st Provisional Marines Ausrüstung (Bild links): Kopf: USMC Feldmütze Oberkörper: USMC Feldbluse Beine: USMC Feldhose; M38 Gamaschen; US Service Shoe Equipment: M18 Pistolen-Magazintasche; M38 Kartentasche; M3 Schulterholster Bewaffnung: Colt 1911


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